BLLV-Forderung umgesetztStartseite klein

Voraussetzung für mehr Einstellungen geschaffen

Nachdem zuletzt nur noch in einzelnen Fächern eigenverantwortlich im 3. Ausbildungsabschnitt des Referendariats Gymnasium unterrichtet werden musste, wird dies nun mit Beginn des kommenden Schuljahres für alle Fächer abgeschafft.

Zur Erinnerung: Vor gut 10 Jahren wurde in den Zeiten des eklatanten Lehrermangels der eigenverantwortliche Unterricht im dritten Ausbildungsabschnitt des Referendariats Gymnasium eingeführt, um die Unterrichtsversorgung zu sichern. Der BLLV hat schon damals dagegen protestiert, da Ziel und Zweck des Referendariats die Ausbildung und nicht die Sicherstellung des Unterrichts ist. Darüber hinaus schmälert jede Stunde eigenverantwortlichen Unterrichts im Referendariat die Einstellungschancen.

Das ersatzlose Streichen des eigenverantwortlichen Unterrichts im 3. Ausbildungsabschnitt wurde von der Landesdelegiertenversammlung des BLLV im Mai 2019 erneut gefordert. Nachdem zuletzt nur noch in einzelnen Fächern eigenverantwortlich im 3. Ausbildungsabschnitt unterrichtet werden musste, wird er nun mit Beginn des kommenden Schuljahres für alle Fächer abgeschafft – ein überfälliger Schritt!

Übrigens: 2007 wurde auch die maximale Unterrichtspflichtzeit im 2. Ausbildungsabschnitt auf 17 Stunden erhöht – um die Unterrichtsversorgung angesichts des damaligen Lehrermangels zu sichern. Auch hierfür fehlt mittlerweile die Grundlage: Einen Lehrermangel gibt es am Gymnasium nicht mehr. 2011 haben die Freien Wähler im Landtag beantragt, die Unterrichtspflichtzeit auf 14 Stunden zu senken. Der Antrag wurde mit der damaligen CSU/FDP-Mehrheit abgelehnt. Es wäre Zeit für einen neuen Vorstoß, diese Sparmaßnahme auf dem Rücken der Referendar*innen zurückzunehmen!

Roland Kirschner, Leiter der Fachgruppe Gymnasium des BLLV