Letzte Pressemeldung vom 3.2.2010
Mehr Eigenverantwortung an den Schulen ist gut
BLLV -Präsident Klaus Wenzel macht aber klar, dass dafür die erforderlichen Voraussetzungen für Schulleitungen geschaffen werden müssen
München - Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat es grundsätzlich begrüßt, dass Kultusminister Ludwig Spaenle die Eigenverantwortung an den Schulen in Bayern stärken will:
Befragung der Schulleitungen von Grund-, Haupt- und Förderschulen
Den Schulleitungen wurden in den letzten Jahren immer stärker widersprüchliche Aufgaben zugemutet und ihre Arbeitsbedingungen verschlechtert. Einerseits werden den Schulleitungen seit Jahren unter dem Stichwort „Eigenständigkeit für die Einzelschule“ immer mehr Aufgaben übertragen. Sie sollen in eigener Verantwortung Probleme lösen, die zentral nicht mehr adäquat gelöst werden können.
Die neue CD-ROM Schule und Recht 2010
Schnelle rechtliche Orientierung für Schulleiter und Lehrer
Im März 2010 erscheint die 19. Ausgabe der CD-ROM Schule und Recht. Sie finden auf der CD-ROM 250 Basisartikel zu allen Rechtsfragen rund um den Schulalltag. Sie sind verlinkt mit den entsprechenden Bestimmungen im Gesetz, in den Verordnungen und den KMS und FMS. Ratgeberbeiträge und rechtliche Regelungen finden Sie nach Stichworten geordnet.
Mehr Infos zur CD-ROM Schule und Recht
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Ein Leben für eine pädagogische Schule
Wilhelm Ebert, einer der letzten bedeutenden Bildungspolitiker, der die Bildungspolitik seit Gründung der Bundesrepublik aktiv mitgestaltete, hat seine Memoiren vorgelegt. Ebert war Vorsitzender der Arbeitrsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ), Präsident des BLLV, Vorsitzender des VBE.
Darüber hinaus war er viele Jahre Leiter des Büros des Weltlehrerverbandes World Confederation of the Teaching Professions bei der UNESCO in Paris und sein Präsident. Die Memoiren schlagen einen beeindruckenden Bogen von der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Nationalsozialismus über die Zeit des Kalten Krieges und der Entkolonialisierung, in der Ebert international aktiv war, bis zum Fall der Mauer.
Infos, Textproben, Fotos und Bestellformular
100 Neueinstellungen mehr!
Gemeinsamer Erfolg für unsere jungen Kolleginnen und Kollegen
Die Ankündigung des Kultusministeriums, zum Februar 2010 insgesamt nur etwa 50% aller Bewerber einzustellen - und damit in manchen Fächerkombinationen praktisch nur einen oder zwei Bewerber bayernweit - hat zu einer Welle an Protesten geführt. Nicht nur der BLLV, sondern auch andere Verbände haben massiv zusätzliche Anstellungen gefordert. Hinzu kamen zahlreiche Initiativen von Referendaren und die Proteste von vielen Unterstützern vor Ort.
Auch ist es uns gelungen, die Medien für unser Anliegen zu gewinnen. Diese Proteste haben dazu geführt, dass nun insgesamt 400 Einstellungen vorgenommen werden. Der Offene Brief des BLLV hat hierbei auch eine zentrale Rolle gespielt. Innerhalb von nur zwei Tagen haben sich über 1.000 Personen eingetragen.
Offener Brief an Wissenschaftsminister Heubisch und Kultusminister Spaenle
Machen Sie mit - unterstützen Sie uns Studenten beim Bildungsstreik!
Die Landesstudentengruppe (LSG) im BLLV solidarisiert sich mit den Zielen des Bildungsstreiks. Es ist wichtig und richtig, den Verantwortlichen in Politik und Hochschule die Probleme aufzuzeigen und sich zu wehren!
Die LSG im BLLV appelliert an alle Mitbürger, sich mit den Forderungen des Bildungsstreiks zu solidarisieren. Sie verlangt Korrekturen des Bologna-Prozesses und bitten Sie, sich mit Ihrer Unterschrift ebenfalls dafür einzusetzen.
Mehrheit der Deutschen für bessere Bezahlung der Grundschullehrer
In einer vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) beauftragten repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts FORSA unter 2.008 Bürgern sprachen sich 71 % für eine Gleichstellung der Grundschullehrer/innen in der Besoldung aus - in Bayern waren es 65 %. Nur 29 % waren dagegen.
Grundschulpetition im Landtag: Stunde der verpassten Chancen
Beratungen im Landtag enttäuschend
Der Bildungsausschuss im Bayer. Landtag beschäftigte sich am 12. November ausführlich mit der Eingabe Unsere Kleinen ganz GROSS von 103.000 bayerischen Bürgerinnen und Bürgern zur Reform der Grundschule. Es handelte sich um eine der größten Petitionen in der Geschichte Bayerns. Enttäuschend war, dass die Abgeordneten der CSU und FDP hierin nicht die Chance eines bildungspolitischen Aufbruchs, wie er von Zehntausenden Bürgern gewünscht wird, nutzten, sondern die Einzelforderungen als Material "ins Nichts laufen ließen".
Albin Dannhäuser berichtet aus dem BLLV-Kinderhaus in Peru
Unter der Präsidentschaft von Albin Dannhäuser wurde im Jahr 1995 die BLLV-Kinderhilfe gegründet. Weltweit wurden zahlreiche humanitäre Projekte für bedürftige Kinder und Jugendliche finanziert. Albin Dannhäuser hat im September das Projekt besucht, das die BLLV-Kinderhilfe bereits am längsten fördert: Das Kinderhaus CASADENI in Ayacucho, Peru. Er wollte sich selbst ein Bild von der Arbeit dort machen. Tief beeindruckt schrieb er folgenden Bericht über das BLLV-Kinderhaus.
Hier können Sie das BLLV-Kinderhaus mit einer Spende unterstützen!
Hauptschulinitiative des KM vor dem Scheitern?
Die kurzfristig aus dem Boden gestampften Maßnahmen des Ministeriums zur „Weiterentwicklung“ der Hauptschule sind nicht Ziel führend. Am gravierendsten stellt sich die Situation in ländlichen Regionen dar. Die Zusammenführung von einzelnen Hauptschulen zu Schulverbünden, um den Namen Mittelschule tragen zu können, sind organisatorisch und pädagogisch äußerst fragwürdig. BLLV-Präsident Klaus Wenzel: "Die sog. Schulverbünde sind größtenteils nicht oder nur unter größtem organisatorischem Aufwand umzusetzen. Sie führen zu massiver Verunsicherung bei Eltern und Lehrern, zu Mehrkosten für die Kommunen und zur 'Schule auf Rädern'. Sie werden das Hauptschulsterben noch weiter beschleunigen und die Attraktivität der wohnortnahen Hauptschule ein weiteres Mal beschädigen."
Warum die Hauptschulinitiative des KM scheitern wird
Wirtschaftsexperten fordern Umdenken in der Bildungspolitik
Im November 2009 veröffentlichte der Wissenschaftliche Beirat beim Wirtschaftswissenschaften, dem renommierte Ökonomen wie Prof. Dr. Lutger Wößmann (Institrut für Wirtschaftsforschung München) und Prof. Dr. Christoph Engel (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern) angehören, ein Gutachten zum Thema Akzeptanz der Marktwirtschaft: Einkommensverteilung, Chancengleichheit und die Rolle des Staates. In dem Gutachten wird u. a. eine längere gemeinsame Schulzeit gefordert, da diese die Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Familien überwinden hilft.
Wößmann schreibt in der Frankfurter Rundschau vom 12.11.2009 dazu: Um ein freiheitliches System der Marktwirtschaft akzeptieren zu können, muss jeder Mensch möglichst gleiche Startchancen erhalten. Das ist aber nicht der Fall, wenn seine Herkunft dafür sorgt, dass er schon früh auf einen ganz bestimmten Lebenswerg gesetzt wird. ... Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Belege dafür, dass diese drühe Aufteilung es mit begünstigt, wenn sozial Schwache kaum höhere Biödungsabschlüsse erreichen."
Verloren in anderen Welten
Wie Computerspiele unsere Kinder verführen
BLLV startet Infokampagne zur Gefahr der Computerspielsucht bei Kindern und Jugendlichen. Seminare mit ehemals Betroffenen sollen Lehrerinnen und Lehrer und Eltern aufklären. BLLV-Präsident Klaus Wenzel: "Wir verteufeln Computerspiele nicht, aber wir müssen uns in Schule und Elternhaus über das Suchtpotenzial bewusst sein."
Die neuen Übertrittsregelungen werden uminterpretiert
Wenzel bedankt sich für Überzeugungsarbeit zahlreicher Grundschullehrerinnen und -lehrer
Am 22. Juli 2009 veröffentlichte das Bayerische Kultusministerium eine Bekanntmachung mit den neuen Übertrittsregelungen. Nun wurden sie in einem neuen KMS neu "interpretiert".
Mehr
Lehrer sehen Hauptschulinitiative des Ministers kritisch
Blitzbefragung des BLLV kommt zu ernüchternden Ergebnissen
Der Kultusminister hat eine Hauptschulinitiative mit vier Bausteinen in die Wege geleitet:
- Kooperationsmodelle Haupt-/ Realschulen
- Ausbau großer Hauptschulen zu Mittelschulen
- Einrichtung von Schulverbünden
- Dialogforen in den Landkreisen
660 Lehrer amtworteten auf die Blitzumfrage trotz der Arbeitsbelastung am Schuljahresende. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Nur wenige erwarten sich von diesen Veränderungen eine Lösung für die Probleme der Hauptschule.
- Auswertung der Befragung zur Hauptschulinitiative
- Argumentations- und Informationsmaterial
(Eine Kommunikationshilfe zu Mittelschule, Schulverbünden und Dialogforen)
Das Jahr der Entscheidung
ZDF zeigte bewegendes Langzeit-Doku zum Übertritt in Bayern
Sie sind zehn Jahre alt und seit vier Jahren in der Grundschule. Dann trennen sich ihre Wege. Die Viertklässler werden aufgeteilt: Es fällt die Entscheidung, ob der Übertritt in ein Gymnasium, eine Realschule oder in die Hauptschule folgt. Damit geht auch eine sehr frühe Trennung durch die Gesellschaft einher.
"Man merkt inzwischen, dass die Kinder blockieren. Dass sie während der Proben aussteigen. Weil sie so einen Druck haben, angespannt sind. Sie haben einen richtigen Blackout. Manche Kinder nehmen Kügelchen, um entspannt in die Probe hereinzugehen", erzählt die Lehrerin: "Das ist einfach nicht mehr normal!"
Die bewegende Filmstudie des ZDF über das Schulsystem und den Übertritt in Bayern. Dokumentation in der Sendereihe "37 Grad"
Thema: Ganztags- und Halbtagsklassen
Schülerzahl in Halbtagsklassen explodieren
Präsident Klaus Wenzel hat sich an das Kultusministerium mit der eindringlichen Bitte gewandt, die Klassenhöchststärke selbstverständlich auch auf Halbtagsklassen mit parallel geführten Ganztagsklassen anzuwenden. Zahlreiche Schulleiterinnen und Schulleiter klagen, dass durch die Bildung von Ganztagsklassen erhebliche Probleme bei der Klassenbildung der Halbtagsklassen entstehen. Dort komme es teilweise zu Klassengrößen von weit über 35 Schülerinnen und Schülern.
Präsident Wenzel appelliert zur Vermeidung unbilliger Härten eindringlich an die Kultusverwaltung, bei der Klassenbildung die Schüler von Ganztagslassen nicht mit denen der Halbtagsklassen zu vermengen. Da beide Angebote nur in getrennten Klassen realisiert werden können, muss auch die Klassenbildung strikt getrennt voneinander erfolgen. Das Zustandekommen von Ganztagsklassen darf keinesfalls zu Lasten der Schülerinnen und Schüler in Halbtagsklassen erfolgen.
Die Ernsthaftigkeit der Hauptschulinitiatve des Kultusministers muss sich gerade auch in solchen Alltagsproblemen unter Beweis stellen.
Studie bestätigt: Zuviele Kinder auf falscher Schulart
Früher Auslesezeitpunkt verschärft biografische Fehlentscheidungen
Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zusammen mit dem renommierten Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) kommt zu dem Ergebnis, dass fast ein Drittel der Schüler die falsche Schulform besucht, die ihn unter- oder überfordert. 17 % der 855 repräsentativ ausgewählten Schüler besuchten eine Schule unterhalb ihres Niveaus, 13 % über ihres Niveaus. Die Studie belegt erneut den auch von der OECD und den PISA-Untersuchungen festgestellten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg.
Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, "..., dass hinsichtlich der Verteilung kognitiver Fähigkeiten von Schülern über die Bildungsinstitutionen des mehrgliedrigen deutschen Schulsystems breite Überlappungsbereiche existieren. Die Zuordnung von Jugendlichen nach der Grundschule zu unterschiedlichen Schultypen ist daher mit großen „Fehlallokationen“ verbunden." Die Folgerung der Wissenshcaftler: "Von daher wäre ein wichtiger Schritt zum Abbau von Underachievement und Bildungsungleichheiten in der deutschen Schule, „Entscheidungen“ über unterschiedliche Bildungswege und ungleiche Lernmilieus möglichst spät in der Bildungsbiografie erfolgen zu lassen.."
Eltern wollen eine andere Bildungspolitik
Repräsentative Befragung zeigt neues Bildungsdenken
Die Zeitschrift Eltern hat zusammen mit dem Umfrageinstitut Forsa am 10. August eine Befragung zu bildungspolitischen Fragen veröffentlicht. Nach der Untersuchung haben Eltern kein Verständnis für den Bildungsföderalismus, wenn er keine bundeseinheitlichen Schulangebote sichert. 91 % sprechen sich dafür aus, dass das Bildungssystem in Deutschland vereinheitlicht werden soll.
Die Zeitschrift Eltern, der absolut keine ideologische Ausrichtung unterstellt werden kann, fragte auch nach dem Auslesezeitpunkt. Fast 2/3 der Eltern, genau 64 % sind der Meinung, dass die Trennung der Kinder in verschiedene Schularten zu früh erfolgt. Diese Ergebnisse bestätigen die Forderungen der Aktion des BLLV Unsere Kleinen ganz GROSS.
Über Hunderttausend Eltern und Lehrer fordern Reform der Grundschule
Eltern, Lehrer und andere Unterstützer übergaben die größte Massenpetition seit der ersten Veröffentlichung der PISA-Ergenisse im Jahr 2002 an den Bayerischen Landtag! 103.748 Bürgerinnen haben mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität mit den Forderungen des BLLV zum Ausdruck gebracht.
Die 65 Ordner mit den Unterschriften wurden am 17. Juli der Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Anwesenheit der bildungspolitischen Sprecher der fünf Fraktionen von einer Delegation von Eltern und Lehrern unter der Leitung von Präsident Klaus Wenzel übergeben.
Übertrittsquote steigt deutlich - Verlierer: Wohnortnahe Schulen
Die Übertrittsquoten auf das Gymnasium und die Realschule steigen in diesem Jahr erneut deutlich an, in manchen Regionen bis zu 10 %. Landesweit rechnet das Kultusministerium mit einem Anstieg um 2 %. Die Unterrichtsversorgung an Gymnasien und Realschulen wird immer schwieriger, während auf dem Land mit einem massiven Schulsterben zu rechnen ist.
Kultusminister Ludwig Spaenle zeigte sich laut dpa "etwas erschrocken" angesichts der gerade veröffentlichten Schülerprognose, nach der in zehn Jahren nur noch 180.000 Schüler die Hauptschule besuchen werden. Gleichzeitig beteuert Spaenle, es bestehe keinerlei Anlass angesichts der schlechten Unterrrichtsversorgung an den Gymnasien "Schauergeschichten in die Welt zu setzen".
Der Run auf die Gymnasien stelle nach Einschätzung von Spaenle nicht den "Untergang des gegliederten Schulsystems" in Bayern dar. Es sei doch positiv, dass das achtjährige Gymnasium bei Eltern und Schülern anerkannt sei. Insbesondere freue er sich, dass es gerade in den ländlichen Regionen Bayerns mehr Anmeldungen für das Gymnasium gebe. Ohne grundlegende schulpolitische Korrektur steht Bayern nach Einschätzung des BLLV vor einem weiteren großen Schulsterben in ländlichen Regionen.
Unmut über das Schulsterben in Bayern wächst
Immer mehr Bürgermeister schreiben Offenen Brief an den Ministerpräsidenten
Die demografische Entwicklung und die rapide ansteigende Übertrittsquote wird zu einem erneuten massiven Schulsterben führen. Die Zahlen für 2009 sind alarmierend. Der BLLV geht von 200 bis 300 vollen Hauptschulen aus, die in den nächsten Jahren ihre Tore schließen müssen.
Immer mehr Gemeinden wollen dieser Entwicklung nicht mehr tatenlos zusehen. Schule gehört zur Gemeinde und eine Gemeinde ohne Schule verliert Attraktivität und ihre Identität. Inzwischen haben bereits 70 Bürgermeister und Gemeinderäte einen Offenen Brief an den Ministerpräsidenten und den Kultusminister gerichtet. Ihr Ziel: Die Schulen im ländlichen Raum können nur gerettet werden, wenn neue, Schulart übergreifende Schulmodelle genehmigt werden. Die Kooperationsmodelle stellen keine Lösung dar.
- Der Offene Brief im Wortlaut
- Die Liste der Unterzeichner
- Sie wollen den Offenen Brief auch unterstützen? Was Sie tun können.
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Endlich: Einschulung wieder später!
Kultusminister Spaenle stoppt Einschulung 5-jähriger
Kultusminister Ludwig Spaenle will die automatische Vorverlegung der Einschulungszeit, die Edmund Stoiber im Jahr 2003 verfügte, wieder rückgängig machen. Stoiber wollte, dass alle Kinder eines Jahrgangs gemeinsam eingeschult werden. Dazu wurde der Stichtag für die Einschulung jedes Jahr um einen Monat vorverlegt. Im Schuljar 2010/2011 sollten alle Kinder, die bis zum 31. Dezember sechs Jahre alt werden, eingeschult werden.
Der BLLV kritisierte diese Einschulungspolitik scharf. Sie werde den Kindern nicht gerecht. Kultusminister Spaenle will nun laut Donaukurier vom 28. Mai 2009 diesen Beschluss wieder rückgängig machen. Grund: 70 % der Eltern der "Oktoberkinder" lassen ihre Kinder zurückstellen. Allerdings legt Spaenle sich noch nicht auf einen neuen Einschulungstermin fest.
FDP will grundlegende Reformen im Schulsystem
Fraktionsvorsitzender Hacker spricht über Ziele der liberalen Bildungspolitik
Gegenüber dem Münchner Merkur (Bericht vom 27. Mai 2009) erklärte der Fraktionsvorsitzende der FDP im Bayerischen Landtag Thomas Hacker, dass die Bildungspolitik "eine der großen Baustellen ist, wo wir weitere Veränderungen wollen." An den Koalitionsvertrag seien die Regierungsparteien nicht "sklavisch gebunden". Fernziele, so Hacker im Münchner Merkur, seien ein fünfjährige Grundschule und eine engere Kooperation zwischen Haupt- und Realschule. Die Kooperationsmodelle seien nur ein erster Schritt.
Als Hauptverantwortlich für den Reformstau in der bayerischen Bildungspolitik sehen Thomas Hacker und seine Fraktionskollegin Renate Will den Beamtenapparat des Kultusministeriums und hierbei besonders die Realschaulabteilung und den Amtschef.
Studie bestätigt: Längere gemeinsame Grundschule fördert besser
Umstrittene Lehmannstudie offensichtlich politisch motiviert
Einer der renommiertesten deutschen Bildungsforscher Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor der Max-Planck- Gesellschaft für Bildungsforschung in Berlin hat in einer viel beachteten Studie die Behauptung seines Kollegen Prof. Dr. Rainer Lehmanns widerlegt, Schüler, die bereits nach der vierten Klasse auf das Gymnasium wechselten, würden dort besser gefördert. Das Gegenteil scheint der Fall.
Baumert spricht der Grundschule ein Kompliment aus, denn ihr gelingt es, schwächere Schüler besser zu fördern ohne die Stärkeren zu vernachlässigen.Die ZEIT schreibt dazu: "Ein weiterer Beweis dafür, dass die Grundschullehrer in Deutschland im Vergleich wohl die beste Abeit leisten."
Schule und Schulleitung ganz anders
Neuseeländischer Schulleiter berichtet über die selbständige Schule
Auf Einladung des BLLV referierte Shawn Gielen über die selbstständige Schule, die die neuseeländische Regierung 1989 eingeführt hat. Neuseeland hatte vorher eine zentralistische Schulverwaltung, die zugunsten einer weitgehenden Autonomie der Einzelschule aufgegeben wurde. Heute ist Neuseeland eines der Spitzenländer in der PISA-Untersuchung und eines der radikalsten Verfechter möglichst weitgehender Selbstständigkeit der Einzelschule.
Schulleiter sind ab 150 Schüler vom Unterricht freigestellt. Sie sind verantwortlich für das pädagogische Profil der Schule, für Personaleinstellung und -führung und für die gesamte Organisation der Schule. Sie verwalten einen Etat von mehreren Hunderttausend Dollar (ohne Personalkosten). Ihnen zur Seite steht ein dreiköpfiges Board of Trustees, das von den Schülereltern gewählt wird. Das Grundprinzip des neuseeländischen Schulsystems ist Vertrauen und Eigenverantwortung.
"Kultusministerium läutet das Ende der wohnortnahen Schulen ein!"
Zu diesem Ergebnis kam der Landessauschuss des BLLV bei seinen Beratungen am 28. März über die Bekanntmachung des Kultusministeriums zu den sog. Kooperationsmodellen von Haupt- und Realschulen. Die 78 BLLV-Experten lehnten das KM-Konzept einstimmig ab.
Die Mitglieder des Fachgremiums waren sich einig: Das Design der Modellversuche ist so ausgerichtet, dass innerhalb kurzer Zeit überall dort, wo solche Kooperationsschulen eingeführt werden, das Ende der wohnortnahen Schulen droht. Die betroffenen Praktiker sehen das vorgestellte Konzept einhellig als für die ländliche Schulentwicklung untauglich an.
Grundschullehrerinnen lehnen neue Übertrittsregelungen ab
Repräsentative Befragung von Grundschullehrerinnen kommt zu alarmierenden Ergebnissen. Das neue Konzept des Kultusministeriums, Gelenkklassen einzuführen und die Übertrittsberatung bereits in der 3. Jahrgangsstufe beginnen zu lassen, stößt auf einhellige Ablehnung.
2.720 Grundschullehrer folgten dem Aufruf des BLLV, ihre Meinung zum neuen Übertrittsverfahen in einer Blitzumfrage kundzutun. Die Befragung ist repräsentativ, die Ergebnis sind ernüchternd: 88 % der Befragten glauben nicht, dass die neuen Regelungen dazu beitragen, den Leistungs- und Übertrittsdruck zu reduzieren. Die vom Kultusministerium beabsichtigten Ziele werden nach 85 % der Befragten nicht erreicht.
Universitäten im Umbruch
Warum wir eine Reform der Lehrerbildung brauchen!
Eine Befragung von Referendaren und Seminarleitern förderte Alarmierendes zu Tage: Die Vorbereitung auf den Lehrerberuf wird von fast allen Befragten als unzureichend eingestuft. Der BLLV fordert eine grundlegende Reform der Lehrerbildung. Die Kernforderungen des BLLV sind:
1. Stärkere Berufsfeldbeziehung während des Studiums
2. Neue Gewichtung der Studienanteile von
Bildungswissenschaften / Fachwissenschaften
3. Master als Abschluss für alle Lehrämter
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Das Gymnasium neu denken
Welchen Reformbedarf gibt es im bayerischen Gymnasium?
Auf einer Anhörung des BLLV zum Thema Gymnasium im 21. Jahrhundert wurde deutlich, dass die konzeptionslose, übereilte Einführung des G8 dringende Diskussionen um eine innere Reform des Gymnasium überdeckt. Aus Sicht des BLLV muss sie jedoch dringend geführt werden.
Materialien zur Anhörung
Pressedienst
Umsteuern in der Bildungspolitik
Die renommierte Wirtschaftsjournalistin der konservativen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Inge Kloepfer fordert in ihrem neuen Buch "Aufstand der Unterschicht" ein komplettes Umsteuern in der Bildungspolitik. In einem Interview mit SpiegelSchule sagt sie: "Die Veränderungen müssen in der Lehrerausbildung beginnen. Die erzieherische Kompetenz der Pädagogen muss deutlich gestärkt werden. Das würde sie auch besser als bisher in die Lage versetzen, mit den oft sehr unterschiedlichen Begabungen in einer Klasse zurechtzukommen, mit dem Ziel, dass schwache Schüler gestärkt werden, ohne dass die starken darunter leiden." Das ganze Interview
Auslandspraktikum mit Goethe-Institut
Generalsekretär Knopp und BLLV-Präsident Wenzell unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Goethe-Institut e.V. und Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) arbeiten ab sofort im Rahmen des Programms „Schulen: Partner der Zukunft“ zusammen: Ein Kooperationsvertrag sieht vor, dass Lehramtsstudenten in den vom Goethe-Institut weltweit betreuten Schulen mit Deutschunterricht zwei- bis sechsmonatige Praktika leisten können. Der Vertrag wurde von dem Generalsekretär des Goethe-Instituts Dr. Hans-Georg Knopp und Klaus Wenzel in München unterzeichnet. Erste Teilnehmer/innen des neuen Projektes werden bereits im Februar 2009 an Schulen in England, Polen, Norwegen, Namibia, Thailand, Indien, Panama, Mexiko und Costa Rica unterrichten.
ZEIT-Umfrage: Ansehen der Lehrer wird besser
Fast 2/3 der deutschen Bevölkerung (64 %) bestätigen den Lehrern gute Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Wochenzeitung DIE ZEIT. 82 % stimmen der Meinung zu, dass Lehrer oft Erziehungsaufgaben von Eltern übernehmen müssen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. 58 % der Befragten glauben, dass es zu viele Lehrer gibt, die für den Beruf wenig geiegnet sind. 47 % sind der Meinung, dass Lehrer sich zu viel über ihre Arbeit beklagen.
Dramatisch sind die Ergebnisse der Befragung hinschtlich der Lehrerbildung: Nur 26 % sind der Überzeugung, dass die Lehrerbildung den Anforderungen in der heutigen Schule entsprechen, 63 % bezweifeln dies.
Tabuthema: Lärm im Klassenzimmer
Das Thema „Lärm im Klassenzimmer“ ist tabuisiert. Sachaufwandsträger verschweigen es, weil Lärmschutz Kosten verursacht. Lehrer sprechen nicht darüber, da ein hoher Lärmpegel als persönliches Versagen erlebt wird. Kultusministerien warten ab, weil das Arbeitsschutzgesetz nicht auf Schulen angewendet wird. Das BLLV Institut für Gesundheit in pädagogischen Berufen gibt sich damit nicht zufrieden. Wir wollen mehr wissen, um Kolleginnen und Kollegen an den Schulen zu schützen. Mehr Infos
Grundschullehrer an Gymnasien und Realschulen
Freiwilligkeit geht vor - BLLV nimmt Stellung
BLLV-Präsident Klaus Wenzel forderte in einer Eingabe an das Kultusministerium, dass auf keinen Fall Druck auf Grundschullehrerinnen ausgeübt werden darf, sich an Realschule und Gymnasium abordnen zu lassen. Druck wäre der falsche Weg - Freiwilligkeit ist der richtige. Kolleginnen, die unter Druck gesetzt werden, empfiehlt der BLLV die Kontaktaufnahme mit dem Personalrat oder den BLLV-Rechtsschutzreferenten.
Nach Einschätzung des BLLV gibt es genügend Kolleginnen und Kollegen, die an einem solchen Einsatz Interesse haben und ihn mit großem Engagement zum Erfolg bringen. Der BLLV begrüßt grundsätzlich eine Öffnung der Schularten füreinander - dies ist ein bescheidener, aber wichtiger Schritt zu mehr Kooperation und Kommunikation im Interesse unserer Schüler. Lehrer an Grundschulen, Realschulen und Gymnasien können viel voneinander lernen. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit stimmen. Dazu gehört eine höhere Anrechung und eine bessere Bezahlung.
Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband
Das Berufsverständnis des BLLV: Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Pädagogen mit einer großen gesellschaftlichen Verantwortung. Das Fachwissen in den Unterrichtsfächern ist selbstverständliche Voraussetzung für erfolgreiches pädagogisches Arbeiten.
Ihre herausragende gesellschaftliche Aufgabe ist es, mit Kindern und Jugendlichen Kompetenzen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, in einer sich rapide wandelnden Welt erfolgreich zu leben und die Gesellschaft verantwortungsbewusst mitzugestalten.
Die Philosophie des BLLV: Lehrer und Eltern sind Partner ebenso wie die Lehrer und Erzieher in den unterschiedlichen Schularten und Bildungseinrichtungen. In der Zukunft werden alle am Erziehungsprozess Beteiligten zum Wohle der Kinder stärker zusammenarbeiten. Die Schularten müssen sich füreinander öffnen und sich nicht voneinander abgrenzen und ausgrenzen.
Die Politik des BLLV: Auf der Grundlage dieses Berufsverständnisses vertritt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband die Interessen aller Lehrerinnen und Lehrer, Schulpsychologen, Erzieher und Sozialpädagogen in Bayern. Er mischt sich aktiv in die Bildungspolitik ein.
Der Service des BLLV: Als größter Berufsverband von Pädagogen bietet er umfangreiche professionelle Dienstleistungen und Serviceangebote von der Lehrerfortbildung bis zur Unterstützung bei berufsbezogenen Gesundheitsthemen. Besonders wichtig ist die Beratung in Fragen rund um das Dienstrecht und der Rechtsschutz in dienstlichen und beamtenrelevanten Fragen.
Hilfreiche Tipps gibt der BLLV zu Fragen rund um Familie und Beruf. Viele junge Kolleginnen wollen eine Familie gründen und brauchen Infos darüber, wie es mit Beurlaubung und Teilzeit steht. Ebenso gibt der BLLV wertvolle Hinweise zu Fragen der Steuererklärung von Lehrern und des Medieneinsatzes in der Schule.
Die Organisation des BLLV: Der BLLV ist ein eingetragener Verein. Er hat knapp 55.000 Mitglieder aus allen Schularten. Experten aus Gymnasium, Realschule, Grundschule, Förderschule und Hauptschule stehen zur Beratung in dienstlichen Fragen zur Verfügung. Die Geschäftsstelle des BLLV-Landesverbandes befindet sich in München. In ihr arbeiten 23 hauptamtliche Mitarbeiter. Es gibt neun Bezirksverbände und 178 Kreisverbände.
Einstellungssituation 2010
Offener Brief an Staatsminister Dr. Spaenle zur Einstellungssituation an Gymnasien.
Gesundheitstage 2010
Fragen?
- zur Mitgliederverwaltung
- zum Dienstrecht
- zum Rechtsschutz
- zu Versicherungen
Nachrichten
Adressänderung?
Persönliche Daten ändern.
Name, Anschrift, E-Mail, Bankverbindung
Zum Änderungsformular
Seminare Praxisnah
Das Leben - eine Kunst
Mehr Zeit fürs Wesentliche - Kraft schöpfen statt ausbrennen
am 27.2.2010 in München
Der dritte Erzieher
Architektur und Pädagogik
Freitag 12. März 2010 in München
Mehr Respekt bitte!
Mittwoch, 17. März 2010 in München
BLLV-Mitglieder im Landtag
Acht Mitglieder des BLLV sind Abgeordnete des 16. Bayerischen Landtags
Anti-Stress-Programm
Stress kann krank machen. Deshalb sollten Sie rechtzeitig über Ihren Arbeits- und Lebensstil nachdenken.
Wertvolle Tipps ...
Ferien in den Bergen
Die Ferienwohnungen des BLLV in Berchtsgaden laden zu einem herrlichen Urlaub
ein. Mehr ...
Für die Kinder dieser Welt
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Schulleitung GS/HS
Schulverwaltung GS/HS/FS
Seminar GS/HS/FS
Erzieherinnen
Verwaltungsangestellte
DIE SÜDDEUTSCHE LEHRERBÜCHEREI
Ein Schatz will gehoben werden. Die Süddeutsche Lehrerbücherei des BLLV umfasst 160.000 wertvolle historische Bände. Mehr Infos ...


































