Welche Corona Regeln geltenStartseite

Wir brauchen Verlässlichkeit und Sicherheit bei Zahlen und Maßnahmen!

Steht die Corona-Ampel auf gelb, rot oder gar noch grün? Im Landkreis Starnberg gibt es dazu ein Verwirrspiel – mit Folgen für die Schulen. BLLV-Präsidentin Fleischmann betont, wie wichtig zuverlässige Ansagen für Bildung und Gesundheitsschutz sind.

Die Infektionszahlen steigen und vielerorts herrscht Unsicherheit, welche Stufe des Corona-Plans denn nun eigentlich gilt – besonders, wenn der gemessene Wert nahe der Schwellen von 35 bzw. 50 täglichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt.

Besonders verwirrend wird es, wenn dann auch noch widersprüchliche Werte vor Ort, beim Gesundheitsamt und im Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet werden, wie das im Landkreis Starnberg passierte. Laut Bericht der Süddeutschen Zeitung wechselte die Corona-Ampel dort zwischen Samstag und Montag alle Farben durch – je nachdem, ob man den Wert des Landratsamts, die Listung beim Gesundheitsamt oder beim RKI zugrunde legte. Die Ursache: Fehler bei der Listung des Landkreises in der RKI-Statistik sowie bei der Übertragung der Falldaten an die zentralen Stellen bei Freistaat und Bund.

Auswirkungen hat das nicht zuletzt auf die Maskenpflicht an den örtlichen Schulen: Ab dem Schwellenwert von 50 ist ja prinzipiell auch für Grundschülerinnen und – schüler das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des gesamten Unterrichts vorgesehen. Allerdings tritt das nicht automatisch mit Überschreiten des Schwellenwerts ein, sondern wird vom örtlichen Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der Gesamtumstände angeordnet.

Klare Ansage so früh wie möglich!

Für BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann kommt es dabei darauf an, dass die Entscheidung frühzeitig verkündet wird und absolut verlässlich ist: „Wir dürfen nicht in den Strudel geraten, dass wir jetzt anfangen,  die Zahlen und die Maßnahmen zu bewerten", stellt sie gegenüber der Süddeutschen Zeitung klar. „Wir müssen uns zu hundert Prozent auf die Behörden verlassen können.“

Dabei sei entscheidend, dass Lehrerinnen und Lehrer die enorm schwierige Balance zwischen Gesundheitsschutz als oberster Priorität und Bildung möglichst professionell organisieren können, damit bei Schülerinnen, Schülern und Eltern nicht noch größere Irritationen und Unsicherheiten entstehen als ohnehin schon. „Sicherheit und Verlässlichkeit sind an Schulen gerade jetzt, wo wir diese dynamischen Entwicklungen haben, enorm wichtig“, sagt Fleischmann.

» zum Bericht der Süddeutschen Zeitung
 

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Am: 20.10.2020