Eindrücke von der Preisverleihung am 23. April 2018

Pädagogik innovativ

Für den Bayerischen Pädagogikpreis 2018 waren Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte gesucht, die inhaltlich und didaktisch innovative Wege gehen und Modellcharakter aufweisen. Unter den 43 Einsendungen von allen Standorten der Lehrerbildung in Bayern entschied sich die Fachjury für "Kids go digital", einem Sachunterrichtsprojekt des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik an der KU Eichstätt-Ingolstadt.

"Kids go digital - der BLLV geht mit", kommentierte die BLLV-Präsidentin und Akademie-Vorsitzende Simone Fleischmann die Wahl der Jury. Staatssekretärin Carolina Trautner sagte: Innovationen wie das Preisträger-Projekt seien wichtig, um "neue Aufgabenfelder in die Lehrerbildung einzubringen und zu erproben." Trautner wörtlich: "Der Bayerische Pädagogikpreis bereichert das bayerische Bildungswesen."

 

 

Kids go digital

„Kids Go Digital“ ist ein Lehrprojekt der Grundschullehrerausbildung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KUEI). Im Sommersemester 2017 erarbeiteten Studierende im Rahmen eines Seminars Unterrichtsprojekte mit Eichstätter Schulklassen zur Digitalisierung ...
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"Neue Aufgabenfelder in die Lehrerbildung einbringen und erproben"


Staatssekretärin Carolina Trautner im Grußwort

KIDS GO DIGITAL ist ein Beispiel dafür, wie wertvolle Impulse in der Lehrerbildung auch das Lernfeld Schule verändern können. 

Ehrenpräsident Klaus Wenzel in der Laudatio

Die Preisträger

Prof. Dr. Klaudia Schultheis, Lehrstuhlinhaberin Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an der KU Eichstätt-Ingolstadt, nahm den Preis von der Akademie- und Jury-Vorsitzenden Simone Fleischmann entgegen. Wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Petra Hiebl und Grundschulrektor Edgar Mayer waren Teil des Projektteams.

 

 

Aus der Laudatio

"Digitalisierung" sei ein unklarer, diffuser Begriff, begann BLLV-Ehrenpräsident Klaus Wenzel seine Laudatio. Und Unklarheit könne zu Verunsicherung führen. Das erfahre die Lehrerschaft sowohl im Lehrer- als auch im Klassenzimmer. Das Projekt "Kids go digital" zeige dagegen, wie digitales Lernen bereits in der Grundschule sinnvoll umgesetzt werden könne - mit schlichten, alltagstauglichen Mitteln.

Laudatio zum Bayerischen Pädagogikpreis 2018

 

 

 

 

Einsendungen belegen: Flexible Lehrerbildung ist umsetzbar

Der Bayerische Pädagogikpreis zeichnet Impulse für eine innovative, qualitätsvolle und berufsfeldorientierte Lehrerbildung aus. "An allen Standorten der universitären Lehrerbildung in Bayern werden solche Impulse gegeben", resümierte Jury-Mitglied Dr. Klaus Wild, Leiter der Fachgruppe Hochschule im BLLV. Die eingesandten Projekte hätten sich nicht nur in der Lehrerbildung bewährt, sondern sondern würden auch vielfältige Formen der Mitbestimmung durch die Lehramtsstudierenden bieten. Viele zeigten ergänzend zu traditionellen Lehrmethoden alternative Formate und hätten damit Modellcharakter für eine innovative Lehrerbildung. Sie hätten gezeigt, dass viele Elemente des BLLV-Konzepts der Flexiblen Lehrerbildung bereits umsetzbar seien. Dabei zeichneten folgende Charakteristika die Wettbewerbsbeiträge aus:

  • Projekte mit einer starken Berufsfeldorientierung und hohem Realitätsbezug 

  • Projekte, die die verschiedenen Phasen der Lehrerbildung miteinander verbinden

  • Projekte, mit einer beeindruckenden Vielfalt innovativer Inhalte und Lehrmethoden

  • Projekte, die sich durch ein zeitgemäßes verständnisintensives und damit kompetenzorientiertes Lernen auszeichnen

  • Projekte, die häufig eine wissenschaftlich fundierte Überprüfung ihrer Wirksamkeit beinhalten

  • Projekte, die von vielfältigen interdisziplinären Kooperationen geprägt sind