"Wir werden nicht vergessen". Erinnerungsarbeit an bayerischen Schulen.
Film von Julian Monatzeder, produziert vom BLLV.

"Wir werden nicht vergessen"

Weil es immer weniger Zeitzeugen gibt, muss die Auseinandersetzung mit dem Holocaust heute anders aussehen als früher. Im Rahmen einer vom BLLV durchgeführten Gedenkfeier für verfolgte und ermordete Lehrer/innen im NS-Dokumentationszentrum München anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 25. Januar 2018 wurden Beispiele aus bayerischen Schulen vorgestellt.

Ein Beispiel ist, die Wanderausstellung "Namen statt Nummern" des Projekts Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau an die eigene Schule zu holen. Ein anderes, für das BLLV-Projekt "Erinnern" weitere Lehrerbiographien zu recherchieren.

An einer anderen Schule waren erst kürzlich die Schülerakten des Jahrgangs 1929 aufgetaucht, darunter auch jüdische Schicksale, die eine Gruppe Schülerinnen in einem W-Seminar nun aufbereitet.  

Andere Schüler/innen entwickelten einen Audioguide für einen Spaziergang durch das jüdische München, wieder andere bieten nach dem Prinzip "Schüler führen Schüler" Peerguide-Führungen durch Orte jüdischerr Geschichte in Franken an.

Unter dem Titel "Wir werden nicht vergessen" ist diesen sechs Projekten auch der folgende, vom BLLV produzierte und zur Gedenkfeier erstmals vorgestellte Film gewidmet.

"Tragt den Stab der Erinnerung weiter" - Charlotte Knobloch im Gespräch mit dem BLLV

Die Jugend von heute wisse, dass sie Verantwortung trägt, sagt Charlotte Knobloch am Ende des Films. Dennoch: Die Zeit der Zeitzeugen ist bald vorüber. Die Aufgabe, die Geschichte des Holocausts lebendig zu halten, geht allmählich ganz an Institutionen, Schulen und an die Jugendlichen selbst über, sagt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde. Das Recherche-Interview zum Film in voller Länge.

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