Schulschließungen in Bayern wegen Corona-VirusThemen

Gesundheit geht vor

In Bayern haben alle Schulen und Kitas geschlossen. Aufgabe von Staatsregierung und Ministerium ist es jetzt, Regelungen für den Schulbetrieb zu finden.

Von Montag 16.3. bis einschließlich der Osterferien (19.4.) werden ausnahmslos alle Schulen (auch Berufsschulen, Privatschulen), Kitas, Kindertagespflege sowie die heilpädagogischen Tagesstätten wegen des Corona-Virus' geschlossen.

 „Gesundheit geht vor“, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Die Experten hätten jetzt eine Entscheidung getroffen, die Schulen, Lehrkräfte, Kinder und Eltern mittragen. Sie appelliert daran, dass für alle Schüler, die vor einem Abschluss stehen, bayernweit fairste Bedingungen hergestellt werden müssen. Dies sei nicht Aufgabe der Lehrkräfte, sondern der Staatsregierung und des Kultusministers.

Bücher und Arbeitsblätter in der Breite verlässlicher als Online-Plattformen

In der heutigen Pressekonferenz (13.03.) versicherte Kultusminister Piazolo, dass es für Schüler in Abschlusssituationen keinen Nachteil geben und für alle faire Regelungen gefunden würden. Zwar werde kein Unterricht (auch keine Proben) stattfinden, aber seien keine Ferien. In Kürze werde eine „Allgemeinverfügung“ mit einem begleitenden Schreiben an Schulen und Lehrer verschickt, die auch auf Website abrufbar sein wird. Ebenso werden auch Elternbriefe online gestellt.

Piazolo sicherte zu, dass Wege gefunden würden, dass Schülerinnen und Schüler Arbeitsmaterialien zuhause bearbeiten könnten und Materialien zur Not per Post geschickt würden. Auch die Plattform „mebis“ sei hier eine Lernmöglichkeit und andere digitale Plattformen. Jetzt nur auf Einsatz von Online-Lernplattformen zu setzen, sieht Simone Fleischmann kritisch. Dazu sei in der Breite die Infrastruktur zu schlecht ausgebaut, der Ablauf zu wenig geübt. Weiterhin seien deshalb Bücher und Arbeitsblätter sehr verlässlich.

Am: 13.03.2020