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Herausforderungen an den öffentlichen Dienst der Zukunft

Der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach stellt in seinem Vortrag beim Kamingespräch des BLLV am 6.11. die Frage, wie es dem öffentlichen Dienst gelingen kann, dem Wandel der Arbeitsbedingungen zu begegnen.

Die massiven Altersabgänge der kommenden Jahre stellen den öffentlichen Dienst – und damit das Funktionieren unseres Gemeinwesens – vor immense Herausforderungen. Die digitale Transformation bietet Chancen und erhebliche Entlastungen: Übernimmt die Technik weite Teile der Massenverwaltung, entstehen Freiräume für die schwierigeren Einzelfälle, für den Dienst am Menschen.

Der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach stellt in seinem Vortrag die Frage, wie ein öffentlicher Dienst der Zukunft aussehen kann und wie es gelingen kann, Nachwuchskräfte für die Arbeit am Gemeinwohl zu begeistern und die aktuell Beschäftigten fit und motiviert zu halten.

Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger, die Lebensentwürfe heterogener. Darauf kann und muss auch der öffentliche Dienst eine Antwort finden, indem er sich auf den Weg zu einem inklusiveren und integrativeren Arbeitgeber macht. In der allgemeinen Wahrnehmung muss deutlich werden, dass Arbeit im öffentlichen Dienst nicht nur ein Job ist, sondern Arbeit am und für das Gemeinwohl, die sich lohnt und sinnstiftend ist.

Wandel mitgestalten

Um den gesellschaftlichen Herausforderungen entgegenzutreten, benötigt man mehr Agilität im öffentlichen Dienst: Flexible Arbeitsbedingungen und -modelle sorgen für mehr Bewegungsfreiheit der Beschäftigten, fördern ihre Motivation und leisten so einen Beitrag für ein funktionierendes Gemeinwesen.

Das alles kann nur gelingen, wenn die Beschäftigten mitgenommen werden und den Wandel mitgestalten können. Hier kommt den Personal- und Betriebsräten eine zentrale Rolle zu.

Die künftigen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes brauchen eine an Digitalisierung, Diversität und Agilität angepasste Ausbildung. Die vorhandenen Beschäftigten müssen fortlaufend weiterqualifiziert werden, um mit den Entwicklungen Schritt zu halten.

Der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion Ulrich Silberbach wird am Mittwoch, den 6. November 2019, um 19:00 Uhr beim Kamingespräch in der Landesgeschäftsstelle des BLLV in München zur Frage sprechen, wie es dem öffentlichen Dienst gelingen kann, dem Wandel der Arbeitsbedingungen zu begegnen.

Zur Person

Ulrich Silberbach ist seit November 2017 Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion. In der Zeit von 2012 bis 2017 war er stellvertretender Bundesvorsitzender. Zudem ist Herr Silberbach Mitglied der komba Gewerkschaft, dort von 2011 bis 2017 Bundesvorsitzender. Silberbach ist seit 2012 Präsident von EULOS, der Europäischen Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Gewerkschaften der Bediensteten der Gemeinden und Gemeindeverbände.