Fachanhörung Digitalisierung und Schule - FinaleThemenDigitales Lernen

Medienkonzepte gehen alle an

Laptop im Sportunterricht: überflüssig? Weit gefehlt. Whiteboard statt Tafel, aber weiterhin nur Frontalunterricht? Nicht ideal. Digitalisierung in der Schule geht nicht ohne technische Ausstattung, ist aber weit mehr. Der BLLV-Medienexperte Johannes Philipp erklärte, wieso die Entwicklung eines Medienkonzepts nicht ohne Schulentwicklung geht.

Zwei Schülerinnen hocken auf dem Boden einer Turnhalle und blicken angestrengt auf den Bildschirm des Laptops vor ihnen. Im Hintergrund proben die übrigen Schülerinnen Turnübungen. Mit Bildeindrücken wie diesem skizzierte Johannes Philipp, Leiter des BLLV-Referats Medien und Datenschutz, beim Finale der BLLV-Fachanhörungsreihe "Digitalisierung und Schule", was ein gutes Medienkonzept ausmacht - und was nicht.

Die beiden Mädchen würden via Laptop ihre Bewegungsabläufe aufzeichnen und mit denen von Profisportlern vergleichen, erklärte Philipp und zeigte so, wie man Digitalisierung sogar im Sportunterricht kreativ und pädagogisch sinnvoll umsetzen kann.

Darüberhinaus zeigte er mit diesem Beispiel, wie sich eine digitale Unterrichtsstrategie eben nicht nur auf den Einsatz des Computers beschränkt, sondern auch Aspekte wie Fachlichkeit, Unterrichts- oder Raumkonzept umfasst.

Sein Fazit: "Medienkonzepte gehen alle an." Nicht nur jede Schule, sondern auch jedes Fach oder jede Unterrichtseinheit brauche ein individuell zugeschnittenes Konzept. Es genüge also nicht, wenn Schulleitung und Arbeitskreise an der Entwicklung eines solchen Konzepts arbeiteten. Vielmehr müsse sich jeder Kollege überlegen, was Digitalisierung für seinen Unterricht bedeutet.

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Weitere Beispiele und einen ausführliche Bericht zur Fachanhörung "Digitalisierung und Schule" - Teil 9: Medienkonzepte finden Sie in Kürze hier.

 

Alle Schulen müssen sich Gedanken machen, wie sie auf die digitale Welt vorbereiten wollen