Elternratgeber: Nachhilfe

Nachhilfe sollte nicht zur Dauereinrichtung werden

Ab wann ist Nachhilfe notwendig und an wen kann ich mich wenden? Die BLLV-Expertin Birgit Dittmer-Glaubig gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Nachhilfe.

Nachhilfe macht dann Sinn, wenn mit dem Unterricht vorübergehende Lücken geschlossen werden. Zur Dauereinrichtung sollte Nachhilfe auf keinen Fall werden, informiert Birgit Dittmer-Glaubig, die im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) die Abteilung Berufswissenschaften leitet. „Gute Nachhilfeinstitute wissen das und bieten daher kurzfristige Verträge mit monatlichen oder höchstens vierteljährlichen Kündigungsmöglichkeiten an.“

Bevor die Entscheidung für zusätzlichen Unterricht getroffen wird, sollten sich Eltern allerdings an die jeweilige Lehrkraft ihres Kindes wenden und die Probleme besprechen. Für schlechte Leistungen kann es viele Gründe geben: Gefühlsstürme in der Pubertät, schlechtes Klima in der Klasse, Streit mit dem besten Freund, Liebeskummer, Probleme mit dem Lehrer oder familiäre Konflikte. Nicht immer ist Nachhilfe die richtige Antwort.

Wer trotzdem auf zusätzlichen Unterricht setzen will, sollte sich zunächst einmal erkundigen, ob es in der Schule, die das betreffende Kind besucht, nicht schulinterne Angebote gibt. Oftmals können ältere Schülerinnen und Schüler jüngeren bei den Hausaufgaben helfen oder Nachhilfe erteilen. Die einen bessern damit ihr Taschengeld auf, vertiefen und wiederholen Gelerntes, die anderen haben einen Ansprechpartner vor Ort, den sie mit ihren Fragen löchern können - und das alles zu erschwinglichen Preisen.