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Beängstigende Mängel in der Digitalen Ausstattung

Die OECD attestiert deutschen Schulen in einer Auswertung der PISA-Ergebnisse von 2018 Nachholbedarf bei digitaler Ausstattung. Digitale Schulkonzepte brauchen aber Umsicht, Strukturen und Zeit, kommentiert BLLV-Expertin Birgit Dittmer-Glaubig.

Eine Sonderauswertung der Ergebnisse der PISA-Studie von 2018 im Bereich Digitaler Schulausstattung sollte im Hinblick auf ihre Relevanz im Schuljahr 2020/21 eigentlich als überholt gelten. Leider haben diese Zahlen aber auch heute noch weitestgehend Bestand. Die digitalen Herausforderungen der Corona-Zeit haben sicherlich vieles bewegt, gleichzeitig hat sich aber auch gezeigt, dass ein gewachsenes digitales Schulkonzept mit all seinen Facetten nicht im Eilverfahren aus dem Boden gestampft werden kann.

So müssen digitale Möglichkeiten in ein pädagogisches Gesamtkonzept eingebettet werden, das modernes Lernen orchestriert durch verschiedene inhalts- und situationsadäquat eingesetzte Methoden und Medien, analog wie digital – kein einzelner Bestandteil ist darin Selbstzweck, sondern bemisst sich immer am bestmöglichen Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen. Daher benötigt es zur nachhaltigen Implementierung  Umsicht, notwendige Strukturen und vor allem Zeit. Nur so kann der Umgang mit digitalen Plattformen sinnvoll und gewinnbringend für alle an Schule Beteiligten zum Selbstverständnis werden.

>> Birgit Dittmer-Glaubig, Leiterin der Abteilung Berufswissenschaften im BLLV

Medienberichte zur PISA-Sonderauswertung


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