Im Gespräch mit den Bezirksregierungen - 15.09.17 Politik

Simone Fleischmann fordert Hilfe für Schulen

Die BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zeigte sich positiv überrascht, dass die Unterrichtsversorgung nicht zuletzt durch den öffentlichen Aufschrei des BLLV deutlich verbessert worden sei. „Noch ist aber nicht alles gelöst. Manche Schulen haben noch immer erhebliche Probleme", so Fleischmann.

15.09.2017

Sie forderte die Bereichsleiter der Schulabteilungen bei den Bezirksregierungen auf, hier weiter konkrete Hilfe zu leisten. Sie waren zu einem Meinungsaustausch mit dem BLLV-Präsidium und den BLLV-Bezirksvorsitzenden in die BLLV-Landesgeschäftsstelle gekommen. Die Bereichsleiter berichteten, wie es um Unterrichtsversorgung und die Situation der Schulleitungen in ihrem Regierungsbezirk bestellt ist.

Hier gab es viel Verständnis für die Aktionen des BLLV zur Unterrichtsversorgung und den Brandbrief Schulleitungen des BLLV. Eine Bezirks zeigte sich aber auch kritisch: Es gehöre zu den Aufgaben der Schulleitungen, kurzfristig in Notsituationen Lösungen zu finden. Es wurde formuliert, es handele sich in vielen Fällen wohl eher um eine „gefühlte Verschlechterung“ der Unterrichtsversorgung, denn um eine tatsächliche. Diese Interpretation wurde seitens des BLLV zurück gewiesen.

Maßgeschneiderte Lösungen

Einigkeit bestand zwischen den Anwesenden darin, dass die jeweilige Situation vor Ort höchst unterschiedlich sei. Aus diesem Grunde müsse es auch unterschiedliche Lösungen geben. Kleine Schulen auf dem Land seien mit großen Schulen z.B. hinsichtlich der Situation der Schulleitungen nicht vergleichbar.

Die Forderung von Fleischmann und dem BLLV, die in Aussicht gestellten neuen Stellen im Bildungspaket für Schulleitungen nicht mit der Gießkanne auszubringen, fand deshalb Unterstützung. Dies solle vielmehr bedarfsorientiert erfolgen.

Eltern versuchen Einfluss zu nehmen

Kritisch äußerten sich die Bereichsleiter/innen darin, dass sich immer häufiger Eltern ich an Abgeordnete und andere Persönlichkeiten wenden, um für ihre persönliche Situation Verbesserungen zu erreichen. So werde beispielsweise versucht, auf die Klassenbildung zum Vorteil der eigenen Kinder Einfluss zu nehmen. Fleischmann verwies in diesem Kontext auf das BLLV-Projekt Haltung zählt. Lehrerinnen und Lehrer sollten bestmögliche Unterstützung dafür erhalten, wenn sie dies in ihrem Beruf leben.ff