Digitalisierung ist nicht allesSport

„Was die Schulen wirklich belastet, ist der Lehrermangel“

Während die Politik hauptsächlich über die Digitalisierung streitet, beklagt die BLLV-Präsidentin im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung personelle Engpässe in Grund- und Mittelschulen als Dauerzustand und fordert bessere Anreize für Studenten.

Nur noch vier Tage die Woche Unterricht: Der Notfallplan an einer Grundschule in Unterwellenborn in Thüringen machte Schlagzeilen, ist aber beileibe kein Einzelfall. Immer wieder kommt es zu Unterrichtsausfällen und Vertretungen, weil systematisch mit zu wenigen Lehrkräften geplant wird.

Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung beklagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann, dass die Mobile Reserve „auf Kante“ genäht ist, da gerade zu Beginn des Schuljahres viele Lehrkräfte durch Burnout oder Schwangerschaften ausfielen. Es fehle hier eine klare Linie in der Politik: „Im Wahlkampf hatten wir keinen Lehrermangel, jetzt haben wir plötzlich wieder einen und so manche Schulleiterin muss Kinder in der Aula bespaßen“, bemängelt Fleischmann.

Der Weg des Kultusministeriums, Gymnasial- und Realschullehrer umzuschulen, reiche dabei nicht aus. Es müssten schon Lehramtsstudenten für die Laufbahn an Grund- und Mittelschulen gewonnen werden, dafür gehörten dringend die Gehälter angepasst: „1200 Euro Einstiegsgehalt in der Grundschule sind nicht attraktiv“, analysiert Simone Fleischmann.

Simone Fleischmann zum Lehrermangel in der Süddeutschen Zeitung

Am Limit

Die Personaldecke an Grund- und Mittelschulen ist dünn. Für kranke Lehrer fehlt der Ersatz. Trotz aller Beteuerungen der Politik ist die "Mobile Reserve" im Landkreis schon wieder aufgebraucht.
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