Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer erklärt John Hatties Konzept vom Visible Learning Startseite

Wie viel Zukunft steckt im „umgekehrten Klassenzimmer“

In der Zeitschrift PÄDAGOGIK und einer begleitenden Video-Reihe erläutert Prof. Zierer Schritt für Schritt unterschiedliche Aspekte von John Hatties „Visible Learning“

 „Visible Learning“ ist das Lebensprojekt des neuseeländischen Pädagogen John Hattie und die größte Sammlung und Interpretation von empirischen Daten rund um die Frage, wie Schule und Unterricht gelingen. Dabei kommt Hattie zu einem eindeutigen Ergebnis: Der entscheidende Faktor für schulischen Bildungserfolg ist die Haltung der Lehrerinnen und Lehrer. Wichtiger als das, was die Lehrkräfte wirklich „machen“, ist die Frage wie und warum sie das, was sie machen, tun. Das Ergebnis seiner umfangreichen Studien sind definierte Haltungen erfolgreicher Lehrpersonen. Was er dabei freilegt ist nicht weniger als der Kern von pädagogischer Expertise.

Willkommen im umgekehrten Klassenzimmer

Das erste Video der Reihe beschäftigt sich mit dem Thema „Flipped Classroom“ und der Frage, was das genau ist, wie es funktioniert und was die Erfolgskriterien des Konzepts sind. Zunächst geht es im Flipped Classroom darum, etwas „auf den Kopf zu stellen“, nämlich den Unterricht. Während im herkömmlichen Unterricht die Vermittlung der Inhalte im Klassenzimmer stattfindet und die Vertiefung und das Einüben des Erlernten oft auf die Hausaufgaben verlegt werden. Im Flipped Classroom werden dagegen Vermittlungs- und Vertiefungsphase getauscht.

Was das bringt und wie es gelingt erläutert Prof. Zierer unter anderem in sechs Hinweisen für die Praxis, die in seinem Beitrag auch detailliert erläutert werden:

  • Sowohl in der Vermittlungsphase als auch in der Vertiefungsphase des Erlernten sind aktivierende Methoden wirksamer als passive Verfahren.
  • Die Qualität der Beiträge, die die Lernenden außerhalb der Schule erarbeiten sollen, ist von entscheidender Bedeutung für den Lernerfolg.
  • Durch die Auslagerung der Vermittlungsphase erhält der eigentliche Unterricht mehr Zeit und Raum für die Vertiefung des Gelernten.
  • Der Flipped Classroom setzt Verantwortung seitens der Lernenden voraus.
  • Lernende müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, beispielsweise die Fähigkeit zur fundierten Selbsteinschätzung.
  • „Flipped Classroom bedeutet nicht, dass sich Lehrerinnen und Lehrer auf die Rolle als Lernbegleiter zurückziehen

 

Hier geht’s zum ersten Video der Reihe auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=NkLYbl99PJ8

Alle bereits veröffentlichten Videos finden Sie hier:

https://www.youtube.com/@bildungjetzt2390

 



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