Kommentar: Die Grenze ist überschrittenStartseite

Lehrkräfte raus aus der Notbetreuung!

Das Kultusministerium hat Pfingsferien Notbetreuung durch Lehrkräfte für Grund-, Mittelschulen und Förderzentren angeordnet. Hans Rottbauer, Leiter der Abteilung Dienstrecht und Besoldung im BLLV, fordert wegen akuter Überlastung andere Wege.

Die Sicherstellung und ständige Ausweitung der Notbetreuung für Kinder an den Schulen stellt die betroffenen Schulen inzwischen vor nicht mehr hinnehmbare Probleme. Während die Lehrkräfte schon während der normalen Schulzeit durch das Nebeneinander von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause besonders gefordert sind, soll nun die Notbetreuung, die schon während der Schulzeit nur mehr unter größten Anstrengungen sicherzustellen ist, auch in den Ferien angeboten werden.

Die Schulen haben bereits jetzt Personalprobleme, da durch den Wegfall von Lehrkräften, die einer Risikogruppe angehören, die Personaldecke ohnehin schon dünn ist. Diejenigen, die den Unterricht bisher sichergestellt haben, sind schon an der Belastungsgrenze oder darüber. Es kann nicht sein, dass die Lehrkräfte, die mit höchstem Einsatz und durchgehend seit Beginn der Krise unter schwierigsten Bedingungen ein schulisches Angebot für die Schülerinnen und Schüler aus dem Boden gestampft haben, nun auch noch die Betreuung in den Ferien übernehmen müssen. Auch Lehrkräfte und Schulleitungen, die seit Fasching durcharbeiten, haben einen Anspruch auf Erholung.

Wir brauchen dringend Entlastung! Die Lehrkräfte müssen aus der Notbetreuung raus! Die Grenze ist überschritten!

<< Hans Rottbauer, Leiter der Abteilung Dienstrecht und Besoldung im BLLV
 

Am: 19.05.2020