Lehrermangel befeuert Corona-Krise zusätzlich 12.05.2021 Startseite TopmeldungBildungsqualitätUnterrichtsversorgungPsyche

Neue Laptops nutzlos, wenn keine Lehrkräfte da

Schülerinnen und Schüler leiden in der Corona-Pandemie und vermissen ihre Schule. Damit Schulen mit ihren Schülerinnen und Schülern bestmöglich durch die Krise kommen, fehlen aber genügend Lehrkräfte.

Digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, scheint für viele Politiker die ultimative Lösung zu sein, damit  Schülerinnen und Schüler in der Corona-Krise nicht abgehängt werden. Zu kurz gedacht, bemängelt Hans Rottbauer in dem BR-TV-Format „Gesundheit!“.

Rottbauer ist Leiter der BLLV-Abteilung Dienstrecht und Besoldung und Rektor eine Mittelschule in Niederbayern. „Neue Laptops oder neue Tablets nützen mir nichts, wenn ich kein Personal habe“, erklärt Rottbauer. Lehrermangel ist deshalb für ihn das Grundproblem im Kampf gegen die Corona-Krise.

Seelisches Wohlergehen hat Priorität vor Lernturbo

Bis zu fünf Jahre schätzt der BLLV, brauchen Schülerinnen und Schüler, um den durch die Schulschließungen versäumten Stoff aufzuholen. Dabei hofft Rottbauer aber, dass seelisches Wohlergehen und nicht das blinde Aufholen von Unterrichtsstoff im Vordergrund steht. „Uns und vor allem den Kindern muss Zeit gegeben werden, wir brauchen jetzt keinen Druck“, appelliert Rottbauer nachdrücklich.

>> zum Beitrag in dem BR-TV-Format „Gesundheit!“ (Hans Rottbauer ab Minute 4.40)

>> Grund- und Mittelschulen im Schuljahr 2021/22: Die aktuelle BLLV-Position zu den Unterrichtsversorgungsmaßnahmen des KM

 

Weitere Informationen

Themenseite: Lehrermangel

Rechtsanspruch auf Ganztag und "Corona-Aufholpaket": Lehrermangel erschwert Umsetzung

Notendruck jetzt pädagogisch besonders fragwürdig: Auffangen statt Aufholjagd

Sitzung im Bayerischen Landtag: Mit Update 23.10.: Flexible Lehrerbildung für die Gesellschaft von Morgen