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„Leere Versprechungen, überhöhte Erwartungen: So nicht, Herr Minister! Wir wünschen uns Ehrlichkeit!“

Kommentar von BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zur Pressekonferenz von Kultusminister Piazolo zur Unterrichtsversorgung.

„Viele Schulleiter haben noch Lehrkräfte in der Schublade oder im Hinterkopf von denen sie wissen, dass sie sie flexibel einsetzen können.“Das behauptet allen Ernstes der Kultusminister auf seiner heutigen Pressekonferenz.

Damit ist klar: Es reicht hinten und vorne nicht! Wir vor Ort fragen uns, wen wir eigentlich noch alles aus der Schublade ziehen sollen, z.B. für dieses Brückenangebot: Hierfür ziehen wir die nicht vorhandenen Förderlehrer, die Lehrer aus den nicht vorhandenen Arbeitsgruppen und die Beratungsfachkräfte aus ihrer monatelangen Warteliste ab – so eine Farce!

Löcher stopfen mit Löchern! Die Schubladen sind leerer als leer und qualifizierte Menschen mit Hochschulabschluss stehen nicht auf der Straße herum!

Und wollen wir wirklich pädagogisch unausgebildete "Teamlehrer" an den Schulen? Da können wir ja gleich Eltern in die Schule holen! Das ist die Variante "Billiglehrer vom Billiglehrer". Lehrer zu sein, das heißt doch nicht nur Unterricht vor- und nachbereiten. Wir brauchen Profis vor Ort, ausgebildete Pädagogen!

Das sind alles leere Versprechungen, Scheinlösungen und das ist alles andere als ehrliche Politik!

Und wer zahlt die Zeche: Wir Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen vor Ort!

Zudem: Wieder fehlt ein Signal in Richtung Fach- und Förderlehrkräfte, Schulleitungen, flexibler Lehrerbildung und A13!“

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Am: 22.07.2020