Appell der Menschenrechts-Filmpreisverleihung 2020 08.12.2020 StartseiteMenschenrechte

Menschenrechtsverletzungen dürfen trotz Corona nicht aus dem Blickfeld geraten

Bei der Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises werden bereits zum 12. Mal Filme und ihre Macherinnen und Macher geehrt, die das Bewusstsein für die ungebrochene Aktualität der Menschenrechte schärfen.

Auch wenn dieses Jahr durch die Corona-Pandemie überschattet wurde, darf nicht vergessen werden, dass jede Sekunde, weltweit, Menschenrechte verletzt werden: Menschen ertrinken im Mittelmeer, leiden Hunger, fürchten um ihr Leben in Kriegen. Daran erinnerte Moderator Christoph Süß eingangs der 12. Preisverleihung, die am Wochenende stattfand. Coronabedingt fand es in einem Online-Format statt. Die Veranstaltung wurde via BR-Kulturbühne und BR-Capriccio live gestreamt. Als Gäste und Laudatoren zugeschaltet waren unter anderem Kabarettist Christian Springer, Schauspielerin ChrisTine Urspruch oder Journalistin Anja Reschke.

Bei den Preisträgern war die Freude groß: Der Menschenrechtspreis motiviert die ausgezeichneten Filmemacher und bestätigt sie in ihrer Arbeit. Auch bei denen, wo das eigentlich nicht so geplant war, wie bei den Studentinnen der Sozialwissenschaften, Rosa-Lena Lange und Charlotte Weinreich. Die Preisträgerinnen der Kategorie Non-Professional haben durch den Preis eine große Motivation, weiter beim Dokumentarfilm dranzubleiben.

Prämierte Filme werden - zusammen mit didaktischen Materialien - für die Bildungsarbeit, Filmscreenings/Filmgespräche oder für andere eigenständige Veranstaltungen aufbereitet und angeboten. Der BLLV unterstützt dieses Engagement als Träger. Sandra Schäfer (1. Vorsitzende des NLLV) und Sandra Oehring (Geschäftsführerin NLLV) gehören der Jury des Filmpreises an.

>> Zur Aufzeichnung der Preisverleihung

>> Die Preisträger von 2020 in den Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Hochschule, Bildung und Non-Professional: Filme, die aufklären und aufrütteln

Über den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

Seit 1998 wird der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis im Rhythmus von zwei Jahren verliehen. Mit 400 bis 450 Einreichungen pro Jahrgang zählt der Wettbewerb europaweit zu den größten und renommiertesten seiner Art. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb. Zum Trägerkreis zählt auch der BLLV.