Mit Bestürzung haben sicher auch viele von euch die „Notmaßnahmen“ des Kultusministers zur Abwendung des Lehrernotstandes aufgenommen, die eigentlich nichts anderes sind, als ein „Offenbarungseid“ für eine komplett verfehlte Personalpolitik an den Grund-, Mittel- und Förderschulen in den vergangenen Jahren.

Alle seine Vorgänger haben die Mahnungen und Forderungen des BLLV nach grundlegenden Veränderungen jahrelang ignoriert und nun droht das System zu kollabieren. Aber statt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und Fehler einzugestehen, wälzt man die Problematik auf die Lehrerschaft ab, mit dem Wissen, dass diese durch den Beamtenstatus wenig Möglichkeiten haben sich dagegen zu wehren.

In der Antike und im Mittelalter gab es bereits ähnliche Strukturen! Immer wieder erstaunlich ist es auch, dass man scheinbar nur dann an uns Förderlehrer*innen im Ministerium denkt, wenn es Arbeit zu verteilen gibt und uns dann auch plötzlich als „Lehrer“ wahrnimmt, obwohl man uns dort diesen Status immer noch verweigert!

Da in dem Schreiben gezielt die verschiedenen Lehrergruppen angesprochen werden, könnten wir davon ausgehen, dass von den Maßnahmen nur die Punkte 3 und 4 für uns unmittelbare Relevanz haben:

3. Änderungen beim Antragsruhestand für Lehrkräfte, Fach- und Förderlehrkräfte an Grund-, Mittel-, Förderschulen und Schulen für Kranke

4. Keine Genehmigung von „Sabbatjahren“. Aber dem ist leider nicht so! Laut schrillen die Alarmglocken nämlich bei diesem Punkt: Änderungen bei der Unterrichtsorganisation im Förderlehrerbereich.

Was das KM hier vorhat, ist derzeit noch nicht abzusehen, aber einseitige Maßnahmen zu Lasten der Förderlehrer werden wir nicht ohne Gegenwehr hinnehmen!