Inklusion und Digitalität 13.05.2022 Startseite Topmeldung Diversität Individuelle Förderung Bildungsgerechtigkeit Kinderrechte

Digitale Bildung für alle

Inklusion braucht Differenzierung und hier bieten digitale Medien große Chancen, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zu Vertretern des Dachverbands VBE (Verband Bildung und Erziehung). Dafür muss sich technisch einiges tun – aber eben nicht nur!

Digitale Medien könnten für Lehrkräfte eine große Hilfe sein, um individuell differenziert zu fördern. Für Simone Fleischmann ist dabei klar: „Eigentlich ist jede Klasse inklusiv“.

Doch trotz des Corona-Boosts in Sachen Digitalisierung stehen viele Lehrerinnen und Lehrer dabei immer noch vor technischen Hürden: Fehlende Hardware, kein stabiles WLAN, keine Systembetreuung.

Es braucht Haltung und Ressourcen

Darüber hinaus muss sich aber auch im grundsätzlichen Verständnis inklusiver Bildung einiges bewegen. „Es ist wichtig, dass man Digitalisierung und Inklusion zusammen denkt“, betont BLLV-Präsidentin Fleischmann. Deshalb hat der BLLV mit vielen Partnern, u.a. dem Verband Sonderpädagogik, dem Bundesverband für körperlich- und mehrfachbehinderte Menschen oder der Bundesvereinigung Lebenshilfe den „Pakt für Inklusion 2021“ unterzeichnet. Die Unterzeichner fordern die Bereitstellung der nötigen Ressourcen, damit alle jungen Menschen Zugang zu hochwertiger inklusiver Bildung erhalten.

Dazu braucht es neben steuernden Maßnahmen der politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen sowie der nötigen Finanzmittel flankierend auch einen gesellschaftlichen Diskurs, den BLLV und der VBE insgesamt immer wieder anstoßen. „Integrative Diklusion benötigt eine Haltung“, stellt Simone Fleischmann klar.

Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen

Gerade inklusives Lernen braucht aus Sicht des BLLV ein ganzheitliches Verständnis von Bildung, denn nur mit Herz, Kopf und Hand können Lehrkräfte das „Portfolio an Methoden, bis hin zu digitalen Tools“ anbieten, um jedem Lernenden mit den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Für Simone Fleischmann ist daher klar: „Die digitalen Medien erlauben ein Mehr an Beziehung – für uns ist wichtig, dass im Mittelpunkt der Mensch steht, die Lehrkraft und die Kinder. In diesem Sinne ist eine gute Lehrkraft, wenn sie als Mensch fassbar ist und sie für jedes Kind die passenden Unterstützungsmaßnahmen einsetzt.“
 

Das gesamte Interview mit BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann erschien in gedruckter Fassung in den Magazinen der Landesverbände des BLLV-Dachverbands VBE unter dem Titel „Inklusion und Digitalisierung zusammen denken“.

Den vollständigen Artikel können Sie » als PDF downloaden.


Weitere Informationen

Pakt für Inklusion 2021:
“Inklusion und Digitalisierung zusammen denken und verwirklichen“

BLLV-Themenseiten:
Inklusion
Digitalisierung

Den ganzen Menschen bilden, Leistung anders denken:
Herz.Kopf.Hand. Ganzheitliche Bildung