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Im Gespräch mit dem Forschungsteam „Post-COVID Kids Bavaria“ der TUM Corona Arbeitsbelastung Gesundheitsschutz

Junge Post-Covid-Patienten brauchen Schule

Aufgrund einer Covid-Erkrankung unter mittel- und langfristigen Folgen leidende Kinder und Jugendliche brauchen Schule. Allerdings geht das nur noch mit Unterstützung von Expertenseite, stellte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann fest.

28.03.2022

Welche mittel- und langfristigen Folgen kann eine Covid-Erkrankung für Kinder und Jugendliche haben? Und was bedeutet dies für die Schule und Lehrkräfte? Diese und weitere Fragen diskutierten Uta Behrends, Stephan Gerling und die weiteren Mitarbeiterinnen aus dem Forschungsprojekt „Post-COVID Kids Bavaria“ mit BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

Behrends kategorisierte unterschiedliche Schweregrade des „Postviralen Fatigue Syndroms“. Diese reichten von leichten Erkrankungen, die keine oder nur kurze Schulfehlzeiten verursachen, bis hin zu komplexen Symptomen, die „eine Beschulung selbst zuhause nicht zulassen“. Es gebe auch moderatere Formen, bei denen die Betroffenen aufgrund von Erschöpfung und fehlender Belastbarkeit für Monate nur eingeschränkt in die Schule kommen könnten oder zu Hause beschult werden müssten.

Schule aber sei für schwer chronisch kranke Kinder und Jugendliche „der Nabel zur Welt“, betonte Behrends. Die BLLV-Präsidentin stellte fest: „Wir Lehrerinnen und Lehrer können es nicht mehr alleine richten. Wir brauchen die Unterstützung von Expertenseite, um das Wissen über die gesundheitlichen Folgen von Covid in die Breite zu tragen. Dies ermöglicht uns, unseren Alltag besser zu bewältigen.“

Artikel aus der bayerischen schule #2/2022



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