v.l.n.r.: Enno Hörsgen, stellvertretender Leiter der Fachgruppe Seminar im BLLV, Eva Schwab, Leiterin der Abteilung Grund- und Mittelschulen des StMUK, Barbara Schäfer, Vorsitzende der Fachgruppe Seminar im BLLV und Gerd Nitschke, 1. Vizepräsident des BLLV
v.l.n.r.: Enno Hörsgen, stellvertretender Leiter der Fachgruppe Seminar im BLLV, Eva Schwab, Leiterin der Abteilung Grund- und Mittelschulen des StMUK, Barbara Schäfer, Vorsitzende der Fachgruppe Seminar im BLLV und Gerd Nitschke, 1. Vizepräsident des BLLV
Der BLLV im Kultusministerium
Arbeitsbedingungen Arbeitsbelastung Bildungsqualität

Die Fachgruppe Seminar im Dialog mit dem Kultusministerium

Die Landesfachgruppe Seminar des BLLV war zusammen mit Gerd Nitschke, dem 1. Vizepräsident, im Kultusministerium. Konkrete Forderungen wurden besprochen und Eva Schwab, die Leiterin der Abteilung Grund- und Mittelschulen des StMUK, zeigte sich offen.

Am 7. Januar 2026 besuchten Barbara Schäfer, die Vorsitzende der Landesfachgruppe Seminar im BLLV, zusammen mit Enno Hörsgen, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Fachgruppe und begleitet von Gerd Nitschke, dem ersten Vizepräsidenten des BLLV und HPR-Vorsitzenden, MRin Eva Schwab, die Leiterin der Abteilung Grund- und Mittelschulen des StMUK. 

Wir als Fachgruppe waren mit Positionspapieren zu unseren wesentlichen Anliegen bestens präpariert. Diese waren dem Ministerium im Vorfeld zugegangen, sodass wir im Gespräch direkt in sachliche Diskussion gehen konnten. Frau Schwab zeigte sich sehr offen und interessiert für die Anliegen der Fachgruppe und signalisierte für die meisten der Anliegen ihre Unterstützung.

Fachlicher Austausch zu diversen Themen

Erster Gesprächspunkt war die Dienstliche Beurteilung. Unsere Kernforderung nach einer Beurteilung als Führungskräfte, analog zu den Schulleitungen, wird sich nicht umsetzen lassen. Aber besonders in der Frage der Wertigkeit des eigenen Unterrichts bestand Einigkeit, dass dieser zwar Dienstaufgabe ist, aber im Kontext der Beurteilung eine klar untergeordnete Rolle spielt. 

Nachdrücklich forderten wir die Abschaffung der schriftlichen Hausarbeit als Prüfungsteil und brachten den Vorschlag ein, die Handlungs- und Sachkompetenz dafür höher zu gewichten. Hier deutet sich Einvernehmen an, dass die Hausarbeit als nicht mehr zeitgemäß erachtet und gestrichen wird. Ob es allerdings ein ersetzendes Prüfungsformat geben wird, ist noch in der Prüfung. Eine Änderung ist hier zu erwarten, aber Zeitpunkt und Form sind noch offen.

Weniger schnell wird sich etwas an der Prüfung der Fach- und Förderlehrer ändern. Die Klausur bleibt zunächst erhalten. Den Wunsch der Fachgruppe, die Abschlüsse der Staatsinstitute analog zu den anderen Lehrämtern in die Gesamtnote mit einzubeziehen, konnte Frau Schwab fachlich gut nachvollziehen. Das könnte ihrer Meinung nach in dem Moment der Fall sein, wenn sich die 4-jährige Ausbildung an den Staatsinstituten als das hauptsächlich gewählte Ausbildungsmodell erweisen sollte.

Forderung nach Einheitlichkeit

Für die Seminarleitungen der Fach- und Förderlehrer brachten wir noch die Forderung nach einer Amtsbezeichnung als „Seminarleiterin/Seminarleiter“ ein. Auch hier sicherte Frau Schwab eine Prüfung der Möglichkeiten zu.

Das sehr drängende Problem der großen Seminare im Grundschulbereich und der sehr unterschiedlichen Handhabung von zusätzlichen Anrechnungen durch die Regierung erkannte sie widerspruchslos an. Hier gibt es auch schon klare Signale einer kurzfristigen Regelung für das kommende Schuljahr.

Auch unserem letzten fachlichen Anliegen gegenüber, einem frühzeitigen, einheitlichen Ankündigungstermin für die Lehrproben, zeigte sich Frau Schwab sehr offen. Wir konnten überzeugend darstellen, dass mit veränderter Praxis der bürokratische Aufwand, die negativen Auswirkungen auf Seminar- und Schulbetrieb und auch die Problematik der Einschränkungen der Prüfungsgerechtigkeit verringert werden könnten. Auch in diesem Punkt erhielten wir die Zusicherung der inhaltlichen Prüfung in den Abteilungen.

Stellenhebungen der Seminarleitungen in A14

Schlusspunkt des knapp 1,5-stündigen Gesprächs war die Diskussion über mögliche Stellenhebungen der Seminarleitungen zum Eingangsamt in A14 und entsprechende Anpassungen auch für die Seminarleitung der Fach- und Förderlehrer. Frau Schwab als maßgebliche Mitgestalterin der ersten Dienstrechtsreform bekräftigte, dass sie sich in diesem Punkt für unsere Belange einsetzen wird. Alles ist primär eine Sache der Finanzlage, die aktuell leider nicht rosig ist. Insofern ist für die nächsten zwei Jahre zunächst keine Änderung in Sicht. Abhängig wird das auch davon sein, ob nach der vollzogenen Hebung ins Eingangsamt A13 wieder ein funktionsloses Beförderungsamt eingeführt wird. Wenn das erreicht ist, müssen weitere Schritte erfolgen, die für die Seminarleitungen überfällig sind.

Insgesamt ein konstruktiver und intensiver Austausch in sehr wertschätzender Gesprächsatmosphäre.