Kommentar 09.04.2021 Startseite TopmeldungCoronatestImpfung

KMK will frühestmögliche Impfangebote für alle in der Schule Beschäftigten

Bei der KMK werden die reguläre Durchführung des Abiturs und Impfangebote beschlossen. Roland Kirschner, Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV, vermisst aber ein bundesweit einheitliches Vorgehen bei vergleichbaren Inzidenzwerten.

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Corona

Laut Kultusministerkonferenz sollen im aktuellen Schuljahr alle Abschlussprüfungen durchgeführt werden. Forderungen, wonach beispielsweise die Abiturprüfungen entfallen und stattdessen die im Unterricht erbrachten Leistungen hochgerechnet werden sollen, erteilte die KMK mit ihren Beschlüssen vom 8. April eine Absage. Auch die Forderung nach einer Testpflicht für Schülerinnen und Schüler ist zu begrüßen.

Überfällig ist die von der KMK erhobene Forderung, allen an der Schule Beschäftigten, die in unmittelbarem Kontakt zu Schülerinnen und Schüler stehen, einen frühestmöglichen Impftermin anzubieten. Denn es ist nicht nachvollziehbar, warum in Bayern eine dreißigjährige Grundschullehrerin geimpft wird, ein 64-jähriger Mittelschul- oder Gymnasiallehrer nicht.

Leider konnte sich die KMK nicht auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen bei vergleichbaren Inzidenzwerten einigen. Und so wird es weiterhin in den einzelnen Bundesländern bei gleichen Inzidenzen unterschiedliche Unterrichtsmodelle geben.

Autor: Roland Kirschner, Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV

-> Wie der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, die Ergebnisse der Kultusministerkonferenz am 8. April 2021 im BR kommentiert: "Obgleich auch in der Politik die einsichtigen Stimmen zuletzt lauter wurden, dass es für Schule endlich verbindliche, bundeseinheitliche, evidenz- und indikatorbasierte Regelungen braucht, liefert das Ergebnis der Kultusministerkonferenz wieder einmal das Gegenteil."

 


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