Was der BLLV in den Medien zur Testpflicht sagt 08.04.2021 StartseiteCoronatestHygieneregelnImpfung

Testen gern, aber nur sicher

Durch Corona-Selbsttests im Klassenzimmer wird Schule nicht sicherer gemacht - davon ist der BLLV überzeugt und vertritt diese Haltung auch in den Medien.

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In Schulen herrschte kurz vor Ende der Osterferien Hochbetrieb - schließlich wurde die Testpflicht beschlossen. Zur Faktenlage: Seit Schulbeginn nach den Osterferien sollen alle Schülerinnen und Schüler zwei Mal in der Woche direkt in der Schule einen PCR-, Schnell- oder Selbsttest machen. Alternativ statt einer Testung in der Schule, können Eltern mit ihrem Kind einen Test in einer Apotheke oder einem Testzentrum machen und dieses aktuelle negative Ergebnis dann in der Schule vorweisen.

Bei einem Wert von über 100 könne dies je nach Unterrichtsmodell sogar noch häufiger der Fall sein, kündigte Ministerpräsident Söder an. Wer den Test verweigert oder in Quarantäne muss, erhält Distanzunterricht. Die Regelungen gelten analog auch für Lehrkräfte und anderes schulisches Personal.


„Wenn die Testpflicht dazu führt, dass alle Schülerinnen und Schüler getestet werden, dann gerne! Nur das bezweifeln wir als BLLV“, so Fleischmanns grundsätzliche Position. Vor den Osterferien waren oftmals nur weniger als die Hälfte der Eltern damit einverstanden, dass ihre Kinder in der Schule getestet werden. "Kinder, die nicht mal eine Schleife binden können, sollen sich ab Montag selbst testen", moniert BLLV-Vizepräsident Tomi Neckov, 2. BLLV-Vizepräsident, in der Mainpost. (Plus-Artikel)


In der Augsburger Allgemeinen (7.4.2021) sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zur Testpflicht: „Es ist gut, wenn maximal getestet wird. Das bringt maximale Sicherheit.“ Jedoch erlebten Lehrer in der Praxis häufig, dass Eltern die Einwilligungserklärungen zur Testung ihres Kindes nicht unterschreiben würden. Der BLLV hat eine klare Haltung: „Wenn nicht absolut sicher getestet werden kann und die Impfangebote nicht da sind, dann müssen die Schulen zu bleiben. Dann machen wir weiter im Distanzunterricht.“ Außerdem schlägt Fleischmann vor, dass, sollte die Impfreihenfolge wie von der Staatsregierung angedacht in einigen Landkreisen künftig flexibler gehandhabt werden, Lehrer von Abschlussklassen im Präsenzunterricht priorisiert werden. >> zum Plus-Artikel in der Augsburger Allgemeinen.

Lesen Sie im Artikel „Impfen, Impfen, Impfen“, nicht nur „Testen, Testen, Testen“ ausführlich die Position des BLLV zur Testpflicht und wie er von VBE und DBB unterstützt wird.

Im Zusammenhang mit der BR-Sendung "Jetzt red i" zum Thema "Wie geht’s an Bayerns Schulen weiter?" (7.4.) erneuerte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann ihre Ankündigung, dass Lehrerinnen und Lehrer, die bis nach Ende der Osterferien nicht geimpft sind, nicht mehr für den Präsenzunterricht zur Verfügung stünden. Auch das "Grundschulabitur" soll in diesem Jahr ausgesetzt werden, stattdessen der Elternwille nach einer Beratung mit der Lehrkraft beim Übertritt freigegeben werden. >> zum Artikel auf br.de

BLLV-Präsenz in regionalen Medien

In den Erlangener Nachrichten ("Erlanger Lehrer über Testpflicht an Schulen: "Wir werden nicht gehört"", 8.4.21) zeigt sich der BLLV-Kreisvorsitzende Stefan Bühler mit der mit der praktischen Umsetzung der Testpflicht nicht einverstanden und zeigt Alternativen auf.


Schule in Zeiten der Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie zeigt den hohen gesellschaftlichen Wert von Schule. Damit sie trotz akutem Lehrermangel funktionieren kann, fordert der BLLV in einer politischen Erklärung, die Fürsorgepflicht des Dienstherrn in maximalen Gesundheitsschutz für Lehrkräfte umzusetzen, insbesondere im wichtigen Präsenzunterricht. Entscheidungen und deren Kommunikation müssen regional, klar, verlässlich, frühzeitig und transparent sein und schulische Eigenverantwortung stärken. Fairness muss vor Leistungsdruck gehen, digitale Ausstattung schnell verbessert werden. Jetzt ist nicht die Zeit für einfache Lösungen und Polemik. Aber jetzt ist die Zeit für langfristig tragende Konzepte für Arbeitsbedingungen, Multiprofessionalität und Attraktivität, um so Bildungsqualität auch über Corona hinaus zu sichern. Dazu braucht es einen konstruktiven Diskurs aller an Schule Beteiligten, für den der BLLV bereit steht. » Die politische Erklärung im Wortlaut



Weitere Informationen

"Ehrliche Politik heißt konsequent handeln und der Fürsorgepflicht nachkommen", sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zu den Beschlüssen des Ministerrats am 7.4.21.

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