Lange hatte die Arbeitgeberseite in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) gemauert, der BLLV hat sich daher mit seinen Dachverbänden BBB, dbb und VBE in Mahnwachen, Demos und Kundgebungen engagiert. Am Samstag dann der Durchbruch am Verhandlungstisch.
BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann positioniert sich dazu klar:
“Eine Einkommenserhöhung von 5,8 % - das haben wir verdient!
Ein herzliches Dankeschön an den dbb für die starken und konsequenten Verhandlungen. Dieses Tarifergebnis ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
Die Verwaltungsangestellten und angestellte Lehrkräfte profitieren ab sofort von den neuen Regelungen – das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Beamtinnen und Beamte in Bayern haben das auch verdient. Keine Verschiebung um sechs Monate! Es braucht es eine zeit- und systemkonforme Übertragung auf unsere bayerischen Beamtinnen und Beamten.
Der BLLV wird sich mit Nachdruck dafür einsetzen und weiter dafür kämpfen.“
Die genauen Ergebnisse:
✔️ +5,8 % mehr Einkommen bei einer Laufzeit von 27 Monaten
📅 Die Erhöhungen im Überblick:
• ab 1.4.2026: +2,8 %, mindestens 100 €
• ab 1.3.2027: +2,0 %
• ab 1.1.2028: +1,0 %
✔️ Ausbildungspaket – u. a. Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 150 €
„Mit Beharrlichkeit und Geschlossenheit“
dbb-Chef und Verhandlungsführer Volker Geyer würdigt den Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen für das Ergebnis in Potsdam: „Unsere Beharrlichkeit und Geschlossenheit haben den Durchbruch gebracht. Natürlich ist das ein Kompromiss und nicht alle unsere Forderungen konnten wir umsetzen. Die Ergebnisse bedeuten aber konkrete und nachhaltige Verbesserungen für unsere Kolleginnen und Kollegen – und das in einer extrem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation. Dass die Einkommen spürbar steigen, ist enorm wichtig für die Menschen, die dieses Land 24/7 am Laufen halten.“
Geyer stellt zudem klar: „Wir fordern die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten der Länder und Kommunen. Jedem Versuch, bei der Besoldung und Versorgung inhaltlich Abstriche zu machen oder die Umsetzung zu verzögern, werden wir uns massiv widersetzen“