Nachdem die zweite Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen zum TV-L, gescheitert war, hatte Rainer Nachtigall, Vorsitzender des BBB angekündigt: "Wer uns nicht zuhört, wird uns sehen, liebe TdL! Wir sehen uns bei den Demos in München und Nürnberg!“
Am Verhalten der Staatsregierung übte Nachtigall scharfe Kritik, insbesondere an der Ankündigung von MP Söder, das Tarifergebnis erst sechs Monate später auf Beamtinnen und Beamte zu übertragen: “Wenn der Ministerpräsident sagt, wir sparen bei uns, wir sparen beim Staat, dann, liebe Kolleginnen und Kollegen, meint er nicht sich, sondern euch. Euch langt man in die Tasche“, rief Nachtigall den Demonstrierenden zu. Zudem mache die Staatstegierung Druck auf die TdL, “damit der Abschluss möglichst niedrig ausfällt”.
Die Verhandlungskommission des gemeinsamen Dachverbands dbb (deutscher beamtenbund tarifunion) hatte das Angebot der TdL hat als absolut inakzeptabel zurückgewiesen: Angeboten wurde lediglich ein Abschluss in etwa der Höhe eines Inflationsausgleichs, ohne Erhöhungen in 2025, dafür aber mit einer Laufzeit von 29 Monaten. Damit bliebe man weit hinter dem TVöD-Abschluss zurück. Zudem hatte Bayern angekündigt, den Tarifabschluss erstmals verzögert auf Beamte zu übertragen.