Gruppenbild bei der Lesung in der Staatsbibliothek Berlin. Foto: Jule Roehr/Initiative kulturelle Integration
Gruppenbild bei der Lesung in der Staatsbibliothek Berlin. Foto: Jule Roehr/Initiative kulturelle Integration
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Gegen Rassismus und Ausgrenzung: Lesung von Schülerinnen und Schülern in der Staatsbibliothek Berlin

In Gedenken an den rassistisch-motivierten Anschlag in Hanau haben Schüler:innen am 10. Februar in Berlin ihre Texte für Demokratie und Vielfalt präsentiert. Simone Fleischmann war als Teil der Jury des dazugehörigen Schulwettbewerbs vor Ort.

Um die Opfer des Anschlags vom 19. Februar 2020 nicht zu vergessen und ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Ausgrenzung zu setzen, hat der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative kulturelle Integration den bundesweiten Aktionstag Hanau sowie den Schulwettbewerb „Schreib für Hanau! Deine Worte für Zusammenhalt in Vielfalt“ ins Leben gerufen.

Die Jury des Wettbewerbs, darunter BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann, wählte in der aktuellen Runde aus deutschlandweit über hundert Einreichungen die besten Texte für die Präsentation in der Staatsbibliothek aus. 

Feierliche Lesung in Berlin

Bei der Veranstaltung am 10. Februar 2026 kamen Schülerinnen und Schüler aus sieben Bundesländern zusammen. Der Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin Prof. Dr. Achim Bonte, Olaf Zimmermann, Sprecher der Initiative kulturelle Integration und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Dr. Robin Mishra, Abteilungsleiter für Erinnerungskultur bei dem Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien, eröffneten die Abendveranstaltung. 

Simone Fleischmann, BLLV-Präsidentin und stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb, betonte in einer Gesprächsrunde die Bedeutung von Demokratiepädagogik und zeigte sich begeistert von der Leistung der Schülerinnen und Schüler:

„Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung ist es von allergrößter Bedeutung, die Perspektiven junger Menschen zu verstehen und ihnen eine Plattform zu geben. Ich bin nicht nur den Finalistinnen und Finalisten hier in Berlin, sondern allen teilnehmenden jungen Menschen sehr dankbar für ihre wertvollen Beiträge.“

Texte für Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt

Zehn Texte und eine Gruppenarbeit wurden gekürt und von den Kindern einzeln vorgelesen – ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und andere Formen von Ausgrenzung.

Unter den ausgewählten Texten waren auch welche von Klassen zwei bayerischer Schulen: In ihrem Text „Der Pizzaladen“ stellte eine Fünftklässlerin der Gustav-Leutelt-Schule in Kaufbeuren ihre Worte für eine demokratische, offene Gesellschaft vor. Zwei weitere Schülerinnen einer 8. Klasse der Ritter-von-Traitteur-Mittelschule Forchheim präsentierten ihren „Aufruf: Was bleibt ist Trauer!“.

Haltung zählt!

Simone Fleischmann in ihrer Rolle als Jury-Mitglied: „Im Rahmen des Schulwettbewerbs zum Kreativen Schreiben haben Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig das Erinnern an den rassistisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau ist. Mit Tiefgang und großer Sensibilität machen sie deutlich, was Haltung bedeutet: gegen Rassismus, für Menschlichkeit, Toleranz und eine starke Demokratie.“

Mit dem Manifest „Haltung zählt!“ setzt sich der BLLV für ein respektvolles Miteinander ein und ruft auf, Schulen und Gesellschaft vor Spaltung, Rücksichtslosigkeit und Radikalisierung zu schützen und Demokratie zu bewahren.

Informationen zum Wettbewerb:

  • Die Broschüre mit den ausgewählten Texten finden Sie hier.
  • Nähere Informationen zum Schulwettbewerb zum Kreativen Schreiben und zur Jury finden Sie hier.