Fachforum Erwachsenenbildung 2026 - Wege und Perspektiven der Erinnerungsarbeit

Datum:
05.03.2026 09:30 - 18:00
Veranstaltungsort:
München, NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 M., U2 und U8 Königsplatz
Veranstalter:
Katholische Erwachsenenbildung München und Freising mit NS-Dokumentationszentrum München

Fortbildungsangebot für Lehrkräfte (FIBS) in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München mit Praxis-Infos aus der Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit, Podiumsdiskussion und Workshopangeboten.

Erinnerungskultur verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und mit Fragen, wie wir in Zukunft leben wollen. Was bedeutet aber eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts in einer Zeit, in der digitale, soziale Medien unseren Alltag prägen? Wenn aktuelle Flucht- und Migrationserfahrungen den Blick auf diese Auseinandersetzung weiten? Wenn viele, gerade junge Menschen eine Distanz zur historischen Vergangenheit wahrnehmen und Zeitzeug:innen immer weniger werden?

Rennommierte Fachleute aus der Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit greifen in Impulsreferaten und einer Podiumsdiskussion diese Fragen auf. Workshopangebote laden nachmittags zu einem vertieften Blick auf die Bildungspraxis der Erinnerungsarbeit in Schule, Erwachsenebildung und Gedenkstätte ein und geben konkrete Beispiele, wie digitale Medien Bildungsarbeit unterstützen können.

Mit einer musikalischen Lesung endet die Veranstaltung, die in den Räumen des NS-Dokumentationszentrums stattfindet. Teilnehmende sind herzlich eingeladen, während der zur freien Verfügung stehenden Zeit durch die Ausstellungsräume zu gehen.

PROGRAMM:

09:30 Ankommen

10:00 Begrüßung

10:15 Impulsvorträge

  • Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Honorarprofessor Universität Regensburg
  • Dr. Christoph Mauny, Bildungsreferent für die Weimarer Mal- und Zeichenschule
  • Barbara Abdallah-Steinkopff, Autorin und ehem. Leiterin der Fortbildungs- und Forschungsakademie Refugio München transfer e.V.
  • Kerstin Baur, Digitale Vermittlung am NS-Dokumentationszentrum München

11:30 Podiumsdiskussion

13:00 Mittagspause

14:00 Workshops

  1. Die Kunst des Erinnerns – Die „Vier Prinzipien der Nähe“ in Schule und Erwachsenenbildung
    DR. CHRISTOPH MAUNY, Bildungsreferent für die Weimarer Mal- und Zeichenschule
  2. Zeitgeschichte und Erinnerungskultur - verschiedene Aspekte der Podcastproduktion und -veröffentlichung
    SABINA SCHNEIDER, Leiterin Bereich Radio bei Q3 Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer
  3. Graphic Novels in der Vermittlungsarbeit der KZ-Gedenkstätte Dachau
    WIEBKE SIEMSGLÜSS UND DR. KERSTIN SCHWENKE, Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau
  4. Spielen statt erinnern? Serious Games und Gamification als Mittel historischen Lernens. Das Beispiel “Forced Abroad”
    KERSTIN BAUR, Digitale Vermittlung am NS-Dokumentationszentrum München
  5. Geschichte(n) erzählen - Haltung fördern - mit Kindern entdecken, was "damals" geschah: Erinnern lernen mit einer digital erzählten Kinderbiografie
    JULIA NETTER, Lehrerin im Landkreis Traunstein (bitte eigenen/s Laptop/Tablet mitbringen)

16:00 Pause

16:30 Austausch

17:00 “Himmel voller Schweigen”, Autorenlesung von Julia Gilfert mit musikalischen Momenten

18:00 ENDE


TAGUNGSGEBÜHR: EUR 70,00 für Hauptamtliche, EUR 50,00 für Ehrenamtliche

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