200907-bs-5-gespraech-beutel-pant.jpg
Im Gespräch mit den Bildungsforschern Sylvia Beutel und Anand Pant Themen

Neuer Leistungsbegriff statt reiner „Kernfachlogik“

„Die für uns alle herausfordernde Situation hat Schwachstellen aufgezeigt – eröffnet aber auch große Chancen“ – dies war die gemeinsame Basis eines Austauschs über einen neuen Leistungsbegriff von BLLV-Führungskräften mit Sylvia Beutel, Professorin für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der TU Dortmund, und Hans Anand Pant, Professor für Erziehungswissenschaftliche Methodenlehre an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Diskutiert wurde unter anderem eine aktuelle Forsa-Umfrage, der zufolge Lehrkräfte es besonders wichtig finden, die Eigenverantwortung von Schülerinnen und Schülern stärker zu fördern als bisher. Pant deutet dies als Reaktion auf die Angst vor Corona: „Auf einmal gab es viel wichtigere Dinge als die Frage, ob eine Übertrittsmöglichkeit auf der Basis von Noten existiert.“ Man müsse von der reinen „Kernfachlogik“ abweichen und den Leistungsbegriff ausweiten.

Für Beutel geht es darum, zu helfen, die eigene Kreativität zu entfalten – „Lernplan vor Lehrplan!“. Fritz Schäffer (Schulpolitik), Birgit Dittmer-Glaubig (Berufswissenschaft) und Simone Fleischmann sahen sich bestärkt darin, die Vision des Verbandes von einem ganzheitlicheren, auf Selbstkompetenz basierenden Leistungsbegriff weiter zu verfolgen.

Artikel aus der bayerischen schule #5 2020



Mehr zum Thema