Wie hängen Zugehörigkeit, Extremismus und eine resiliente Demokratie zusammen? Dieser Frage gehen wir auf der Tagung gemeinsam mit Psycholog:innen, Politikwissenschaftler:innen, Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft und Politik nach.
Viele junge Menschen haben das Gefühl, nicht gehört zu werden. In den sozialen Medien geraten sie ins Visier von Populist:innen und radikalen Gruppierungen, die ihre unerfüllten Bedürfnisse ansprechen. Die Wahlergebnisse zeigen, dass sie sich vermehrt extremen Parteien zuwenden. Schule kann ein wichtiger Ort für Demokratieförderung sein, wie wir auf unserer Kooperationstagung „Schule der Zukunft“ erarbeitet haben. Für Lehrkräfte lohnt es sich, die psychologischen Mechanismen hinter Radikalisierung zu verstehen, Risikofaktoren zu erkennen und bei Bedarf zu intervenieren, z. B. in Fällen von Mobbing oder Einsamkeit.
Außerdem diskutieren wir:
- Auf welchen Identitäts- und Gemeinschaftsbildern beruht das „Wir“ der Neuen Rechten? Wie können Menschen integriert werden, die sich abgehängt und ausgeschlossen fühlen?
- Warum kann Demokratie herausfordernd und Extremismus sinnstiftend sein? Wie kann Sinnerleben die Deradikalisierung von Extremisten fördern?
- Wie können psychotherapeutische Methoden soziale und existenzielle Zugehörigkeit stärken? Was kann die Psychologie zur Demokratieförderung beitragen?
Herzliche Einladung ans Ufer des Starnberger Sees!