Wahlen zum Hauptpersonalrat - Lehrkräfte am Gymnasium

Vom 23. bis zum 25. Juni 2026 wird an den staatlichen Gymnasien der Hauptpersonalrat neu gewählt. Wir machen uns für Sie stark. Schenken Sie uns Ihre Stimme.

Ihre Kandidat:innen: Für frischen Wind im HPR-Gymnasium

Unsere Kandidat:innen für Ihre Interessen. ...
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Unsere Ziele: Frischer Wind fürs Gymnasium!

Nach der überstürzten Einführung sowie der darauffolgenden Rückabwicklung des G8 ist die Lust auf weitere Reformen des Gymnasiums nicht allzu groß. Doch ehrlicherweise muss konstatiert werden: Das neue G9 hat weder die Probleme des G8 noch die des alten G9 gelöst. ...
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Frischer Wind für die Lehrkräfte am Gymnasium

Wir Lehrkräfte am Gymnasium leisten jeden Tag wertvolle Arbeit. Doch diese leisten wir nicht wegen, sondern trotz des Systems, in dem wir arbeiten müssen. Viel zu oft zwingen uns Stofffülle und hoher Prüfungsdruck, an der Oberfläche zu bleiben und zu belehren, anstatt nachhaltig zu lehren und zu unterrichten. ...
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So wählen Sie frischen Wind fürs Gymnasium

Wer ist wahlberechtigt? Wie viele Stimmen habe ich und wie wähle ich richtig? ...
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Ihre Kandidat:innen: Für frischen Wind im HPR-Gymnasium

Platz 1: Tamara Thum (35 Jahre)

Studienrätin am Gymnasium München-Nord

Englisch, Latein

Im BLLV:

Stellvertretende Leiterin der FG Gymnasium

Mitglied im Landesvorstand des BLLV

Im Personalrat:

Mitglied des örtlichen Personalrats am Gymnasium München-Nord

Ich möchte Personalrätin werden, weil ich allen Kolleginnen und Kollegen eine Stimme geben will, die sich nicht nur attraktive Arbeitsbedingungen, sondern auch eine klare pädagogische Haltung und ein zukunftsfähiges Gymnasium wünschen.


Platz 2: Melanie Jäger (27 Jahre)

Studienrätin am Staatl. Gymnasium Mering

Geographie, Wirtschaft und Recht

Im BLLV:

Stellvertretende Leiterin der Fachgruppe Gymnasium im BLLV-Bezirksverband Oberbayern

Im Personalrat:

ehem. Mitglied der HJuAV

Die aktuellen Herausforderungen im Schulalltag erfordern eine starke Stimme, die sich für faire Arbeitsbedingungen, Entlastung und echte Mitgestaltung einsetzt. Ich will dazu beitragen, dass die Perspektiven von Kolleginnen und Kollegen gehört und konkret verbessert werden.


Platz 3: Christin Endreß (28 Jahre)

Studienrätin am Wolfgang-Borchert-Gymnasium Langenzenn

Biologie, Englisch

Im BLLV:

ehem. stellvertretende Vorsitzende des Jungen BLLV

stellv. Leiterin der Fachgruppe Gymnasium Mittelfranken

Als Gymnasiallehrerin kandidiere ich für den BLLV, weil der Verband ganzheitlich und vorausschauend auf das Thema Bildung blickt.


Platz 4: Andreas Rosenberger (39 Jahre)

Studienrat am Herzog-Christian-August-Gymnasium Sulzbach-Rosenberg

Mathematik, Physik, Informatik

Im BLLV:

Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV-Bezirksverband Oberpfalz

Im Personalrat:

ehem. stellv. Vorsitzender des ÖPR an der Fachoberschule Nürnberg

Ich möchte ein zeitgemäßes Gymnasium, in dem der Mensch, sowohl Lernende als auch Lehrkräfte, an erster Stelle steht. Dafür will ich mich einsetzen.


Platz 5: Jan Schneider (43 Jahre)

Studienrat am Hochfranken-Gymnasium Naila

Geographie, Geschichte, Wirtschaft und Recht

Im BLLV:

Referent bei Seminaren der Fachgruppe Gymnasium

BLLV-Kontaktperson

Ich kandidiere für den BLLV, weil mir eine starke, unabhängige Interessenvertretung für alle Lehrkräfte wichtig ist. Ich setze mich ein für optimale Arbeitsbedingungen über alle Schularten hinweg.


Platz 6: Ulrike Schaffner (58 Jahre)

Oberstudienrätin am Gymnasium Zwiesel

Deutsch, Geschichte

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Wir brauchen eine neue Arbeits- und Lernkultur, damit Schule zu einem inspirierenden, sinnstiftenden und kooperativen Ort wird, an dem Arbeiten und Lernen eine gut zu bewältigende und erfüllende Herausforderung ist. 


Platz 7: Maria-Theresia Jacob (40 Jahre)

Studienrätin am Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg

Deutsch, Geschichte, Politik und Gesellschaft

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

An der Schule:

Fachschaftsleitung Geschichte sowie Politik und Gesellschaft

Der BLLV hat mich seit dem Studium begleitet und ist ein Verband, der nicht stehen bleibt, sondern Schule mutig weiterdenkt.


Platz 8: Roland Kirschner (54 Jahre)

Oberstudienrat am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium Moosburg

Mathematik, Psychologie

Im BLLV:

Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV

Im Personalrat:

stellv. Vorsitzender des ÖPR

An der Schule:

Koordinator für die berufliche Orientierung, Datenschutzbeauftragter

Ich kandidiere für den BLLV, weil der BLLV der einzige Lehrerverband ist, der sich konsequent für eine Weiterentwicklung des Gymnasiums einsetzt, für ein Gymnasium, in dem leistungsorientiert gearbeitet und nachhaltig gelernt wird.


Platz 9: Andrea Hecking (57 Jahre)

Studiendirektorin am Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim

Englisch, Französisch

Im BLLV:

Mitglied des Referats BNE im BLLV

An der Schule:

Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen

Der BLLV setzt sich seit vielen Jahren konstruktiv auf inhaltlicher und struktureller Ebene sowie schulartübergreifend für Transformation in der Bildung ein. Diese benötigt insbesondere personelle Ressourcen. Es ist wichtig für die Bereitstellung dieser Ressourcen zu kämpfen. 


Platz 10: Dennis Reichert (36 Jahre)

Studienrat am Gymnasium München-Nord

Englisch, Geographie, Sport

Im BLLV:

ehem. Leiter der Fachgruppe Gymnasium München

Im Personalrat:

ehem. stellvertretender Vorsitzender der HJuAV

Ich setze mich engagiert für die Interessen meiner Kolleg:innen ein, und das mit Herz für einen starken und ganzheitlich denkenden BLLV.


Platz 11: Dr. Fritz (Friedrich) Schäffer (59 Jahre)

Studiendirektor am Christoph-Scheiner-Gymnasium Ingolstadt

Deutsch, Geschichte, Politik und Gesellschaft

Im BLLV:

ehem. Leiter der Abteilung Schul- und Bildungspolitik im BLLV, ehem. Leiter der Fachgruppe Gymnasium

An der Schule:

Seminarlehrer für Geschichte

Ich bin beim BLLV, weil ich mir ein pädagogisches Gymnasium wünsche und für mich alle Lehrer Lehrer sind. 


Platz 12: Christoph Schmidts (30 Jahre)

Studienrat am Gymnasium Miesbach

Mathematik, Wirtschaft und Recht

Im BLLV:

ehem. Mitglied im Vorstand des Jungen BLLV Oberbayern

Im Personalrat:

ehem. Mitglied der HJuAV

Ich möchte dazu beitragen, die Arbeit von Lehrkräften zu modernisieren und den Fokus auf die Dinge zu legen, die für Lehrkräfte der kommenden Generationen wirklich wichtig und relevant sind, um Schule zu einem Ort zu machen, an dem Kinder gerne und mit Freude lernen.


Platz 13: Marcel Guthier (30 Jahre)

Studienrat am Rudolf-Diesel-Gymnasium Augsburg

Englisch, Französisch

Im BLLV:

Referent bei Seminaren der Fachgruppe Gymnasium, BLLV-Kontaktperson

Ich möchte mich für bessere Arbeitsbedingungen für alle Lehrkräfte einsetzen.


Platz 14: Carina Hofmann (32 Jahre)

Studienrätin am Willstätter-Gymnasium Nürnberg

Deutsch, Katholische Religionslehre

Im BLLV:

Referentin bei Seminaren der Fachgruppe Gymnasium

Ich wünsche mir Schule, die Vielfalt lebt, Menschen sieht und bunt, mutig und offen ist – genau deshalb kandidiere ich für den BLLV.


Platz 15: Bünyamin Pehlivan

Studienrat am Richard-Wagner-Gymnasium Bayreuth

Biologie, Chemie

Im BLLV:

Referent bei Seminaren der Fachgruppe Gymnasium, BLLV-Kontaktperson


Platz 16: Daniela Friedrich (32 Jahre)

Studienrätin am Gymnasium München Riem

Chemie, Englisch, Geschichte

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Schule sollte ein Ort der Wertschätzung sein, an dem Lehrkräfte sich gesehen und unterstützt fühlen, um gesundes und gutes Arbeiten und Lernen zu ermöglichen.


Platz 17: Susanne Seefried (45 Jahre)

Oberstudienrätin am Karlsgymnasium Bad Reichenhall

Französisch, Latein, Psychologie

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson, Mitglied des Referats BNE im BLLV

An der Schule:

überregional tätige Schulpsychologin

Für mich bedeutet gute Schule, dass alle Menschen, die dort lernen und lehren, ein gesundheitsförderliches und sinnstiftendes Arbeitsklima vorfinden.


Platz 18: Andreas Promberger (55 Jahre)

Studiendirektor am Maximiliansgymnasium München

Deutsch, Geschichte

An der Schule:

Seminarlehrer für die Grundfragen der Staatsbürgerlichen Bildung

Für bestmögliche Arbeitsbedingungen für alle Lehrkräfte – zugunsten aller Schülerinnen und Schüler.


Platz 19: Alexander Schöner (52 Jahre)

Studiendirektor am Katharinen-Gymnasium Ingolstadt

Englisch, Geschichte

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Ich schätze den BLLV als Verband, in dem Lehrkräfte aller Schularten vertreten sind. Damit steht der BLLV für schulartübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit, die gerade im bayerischen Schulsystem oft zu kurz kommen.


Platz 20: Johannes Kuffer (35 Jahre)

Studienrat am Helene-Lange-Gymnasium Fürth

Mathematik, Wirtschaft und Recht

Im BLLV:

Leitung der Fachgruppe Gymnasium Nürnberg

Schulen werden mit immer mehr Verwaltungsaufgaben und unklaren Zuständigkeiten allein gelassen, während es an klaren Vorgaben, verlässlicher Unterstützung und qualitativ hochwertiger, zentral bereitgestellter Software fehlt. Ich möchte erreichen, dass wieder mehr Zeit für die herausfordernde pädagogische Kernarbeit bleibt.


Platz 21: Dr. Benedikt Ruf (44 Jahre)

Studienrat am Erasmus-Grasser-Gymnasium München

Musik, Ethik/Philosophie, Politik und Gesellschaft

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Im Personalrat:

Vorsitzender des ÖPR

An der Schule:

Fachschaftsleitung Ethik/Philosophie

Ich kandidiere für den BLLV, weil wir dort daran arbeiten, das Gymnasium weiterzudenken.


Platz 22: Eva-Maria Schäffer (44 Jahre)

Oberstudienrätin am Gymnasium Christian-Ernestinum Bayreuth

Biologie, Chemie

Im BLLV:

ehem. Mitglied des BLLV-Landesvorstands

Im Personalrat:

Mitglied des ÖPR

An der Schule:

Koordinatorin für die Individuelle Lernzeitverkürzung

Der BLLV ist für mich wie kein anderer Verband die Stimme aller Lehrkräfte, aber insbesondere auch die Stimme für die Kinder und Jugendlichen in unserem gesamten Bildungssystem. Nur gemeinsam können wir unsere Profession stärken, die Arbeitsbedingungen verbessern und jedes Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen in den Mittelpunkt stellen. 


Platz 23: Gerrit Glodowski (33 Jahre)

Studienrat am Gymnasium Weilheim i.OB

Englisch, Psychologie

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson, ehem. BLLV-Podcast "Bildungsblick"

Im Personalrat:

ehem. Nachrücker HJAV 

Für ein modernes Gymnasium: Mit mehr ganzheitlichem Lernen, einer neuen Prüfungskultur und mehr Raum für Individualität mit dem Modulsystem des BLLV.


Platz 24: Christoph Arnold

Studienrat am Emmy-Noether-Gymnasium Erlangen

Geographie, Wirtschaft und Recht, Sport

Im BLLV:

Referent bei Seminaren der Fachgruppe Gymnasium


Platz 25: Larissa Lang (36 Jahre)

Studienrätin am Gymnasium Ergolding

Englisch, Französisch

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Ich setze mich für die gleiche Wertschätzung aller Lehrkräfte auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ein, damit wir Lehrernachwuchs gezielt fördern und stärken.


Platz 26: Thomas Fischer

Studienrat am Gymnasium Sonthofen

Mathematik, Wirtschaft und Recht


Platz 27: Andrea Weinzierl (59 Jahre)

Studiendirektorin am Staffelsee-Gymnasium Murnau

Deutsch, Geschichte

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Gerade ändern sich durch KI grundlegende Dinge für alle, die mit Schule zu tun haben. Ich möchte, dass wir auf diese Herausforderungen reagieren dürfen und unsere Arbeit für die Bildung so anpassen können, dass wir sie auch in Zukunft noch mit Freude erledigen können und sie erfolgreich ist!


Platz 28: Katharina Preuß (57 Jahre)

Oberstudienrätin am Albert-Schweitzer-Gymnasium Erlangen

Englisch, Spanisch

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Im Personalrat:

ehem. Mitglied im ÖPR

Ich wünsche mir, dass unser Beruf mehr wertgeschätzt wird und mehr Anerkennung in der Gesellschaft bekommt. Im Idealfall schlägt sich diese Anerkennung dann auch in besseren Arbeitsbedingungen nieder: kleinere Klassen, weniger Bürokratie und dadurch mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler.


Platz 29: Lucia Fischer (32 Jahre)

Studienrätin am Luitpold-Gymnasium München

Deutsch, Geographie

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Ich möchte mehr Wertschätzung, Entlastung und klare Perspektiven in unserem Beruf fördern. Der BLLV kämpft dafür. 


Platz 30: Annamaria Grässle (50 Jahre)

Oberstudienrätin am Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach

Deutsch, Geschichte

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Im Personalrat:

Stellv. Vorsitzende des ÖPR

Als langjährige Personalrätin schätze ich die verlässliche rechtliche Kompetenz des BLLV.


Platz 31: Vanessa Göbel (32 Jahre)

Studienrätin am Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt

Deutsch, Englisch

Mir ist es ein Anliegen, die Arbeit des BLLV zu unterstützen und die Stimme der Kolleginnen und Kollegen zu stärken.


Platz 32: Evelyn Meyer (63 Jahre)

Oberstudienrätin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach

Deutsch, Musik

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

An der Schule:

Unterstufenbetreuerin

Ich möchte über den Tellerrand des Gymnasiums hinausschauen und alle Schularten bei politischen Entscheidungen im Blick haben. Ich trete für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, gerade im Hinblick auf die sprachliche Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund.


Platz 33: Esther Blume (40 Jahre)

Studienrätin am Erasmus-Grasser-Gymnasium München

Deutsch, Geographie, Italienisch

Ich kandidiere für den Hauptpersonalrat, um mich aktiv für die Interessen aller Lehrkräfte einzusetzen und ein faires Miteinander an unseren Schulen zu fördern.


Platz 34: Maximilian Streicher (42 Jahre)

Studienrat am Gymnasium Puchheim

Englisch, Politik und Gesellschaft

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Im Personalrat:

Vorsitzender des ÖPR

An der Schule:

Fachlschaftsleitung Politik und Gesellschaft

2. Fachschaftsleitung Englisch
 

Ich stehe für eine moderne Schule, die Freiräume für zeitgemäße Pädagogik schafft, und kandidiere für den BLLV, weil wir hier Bildung nicht nur verwalten, sondern aktiv die Standards von morgen gestalten.


Platz 35: Markus Endres (52 Jahre)

Oberstudienrat am Gymnasium Feuchtwangen

Englisch, Geschichte, Politik und Gesellschaft

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Im Personalrat:

Mitglied des ÖPR

An der Schule:

Datenschutzbeauftragter

Eine zukunftsfähige Schule kann nur gelingen, wenn Lehrkräfte sie vor Ort gestalten können und den Freiraum dazu haben. Dafür tritt der BLLV ein.


Platz 36: Lea Endres (30 Jahre)

Studienrätin am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg

Mathematik, Sport

Ich kandidiere für den BLLV, weil alle Lehrer gemeinsam an einem Strang ziehen müssen.


Platz 37: Fidel Pehlivan-Werder

Oberstudienrätin am Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof

Deutsch, Englisch

Im BLLV:

Referentin bei Seminaren der Fachgruppe Gymnasium, BLLV-Kontaktperson

Im Personalrat:

Mitglied des ÖPR

Ich möchte die Interessen aller Kolleginnen und Kollegen vertreten, auch über Schulartgrenzen hinaus. 


Platz 38: Piroschka Pongratz (53 Jahre)

Studiendirektorin am Gymnasium Weilheim i.OB

Deutsch, Geschichte, Ethik/Philosophie

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

An der Schule:

2. Fachschaftsleitung Deutsch

Ich kandidiere für den BLLV, weil der Verband immer den Blick auf das Wohl aller, also Lehrender und Lernender, hat und ich mich in meinem Berufsleben auf pädagogischer Ebene immer unterstützt fühle.


Platz 39: Dr. Simon Hamper, M.A.

Studienrat am Gymnasium Herzogenaurach

Englisch, Geschichte

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Für gemeinsame Visionen und offenen Austausch


Platz 40: Marion Stadtmüller

Studienrätin am Gymnasium München-Nord

Mathematik, Informatik


Platz 41: Jochen Durmann (35 Jahre)

Studienrat am Gymnasium Scheinfeld

Latein, Geschichte, Politik und Gesellschaft

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Ich kandidiere für den BLLV, weil verlässliche Arbeitsbedingungen für alle Lehrkräfte – unabhängig von der Schulart – Voraussetzung für gute Bildung sind.


Platz 42: Jonas Schmid (37 Jahre)

Studienrat am Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth

Sport, Evangelische Religionslehre

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Ich setze mich für ein zukunftsfähiges, modernes Gymnasium mit guten Arbeitsbedingungen für alle Kolleginnen und Kollegen ein. 


Platz 43: Dr. Martin Eckl (61 Jahre)

Studiendirektor am Apian-Gymnasium Ingolstadt

Mathematik, Physik

An der Schule:

Fachschaftsleitung Physik

Aus meiner Sicht ist der BLLV der einzige Lehrerinnen- und Lehrerverband, der nicht nur die Interessen der Lehrerschaft vertritt, sondern auch das Wohl unserer Kinder im Auge hat.


Platz 44: Christoph Zachas

Studienrat am Max-Born-Gymnasium Germering

Englisch, Geschichte

Platz 45: Christoph Steinbach

Oberstudienrat am Hallertau-Gymnasium Wolnzach

Deutsch, Geschichte, Politik und Gesellschaft

Für ein faires Miteinander


Platz 46: Matthias Tilgner

Studiendirektor am Gymnasium Gaimersheim

Deutsch, evangelische Religionslehre


Platz 47: Michael Paxian (46 Jahre)

Oberstudienrat am Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck

Deutsch, Geschichte, Ethik/Philosophie

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Mein Ideal ist eine ganzheitliche Bildung im Sinne Humboldts. Und diesen Gedanken finde ich am meisten in den Vorstellungen des BLLV verwirklicht.


Platz 48: Manuela Schlosser (52 Jahre)

Oberstudienrätin am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium Landsberg am Lech

Mathematik, Physik

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

An der Schule:

Fachschaftsleitung und Sammlungsleitung Physik

Ich kandidiere für den Hauptpersonalrat, um mich dort gezielt für Gleichstellung, faire Arbeitsbedingungen und Entlastung einzusetzen.


Platz 49: Kathrin Werkmann (35 Jahre)

Studienrätin am Gymnasium Berchtesgaden

Englisch, Geographie

Im BLLV:

BLLV-Kontaktperson

Ich setze mich für Transparenz, Lehrergesundheit, faire Arbeitsbedingungen und eine starke Stimme der Kolleginnen und Kollegen im Gymnasium ein – gemeinsam mit dem BLLV. 


Platz 50: Sarah Ehrmann (33 Jahre)

Studienrätin am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking

Englisch, Geschichte, Politik und Gesellschaft

Wir brauchen eine bessere Work-Life-Balance im Lehrerberuf und tatsächliche Reformen im Bildungssystem, nicht nur Trostpflaster.


Unsere Ziele: Frischer Wind fürs Gymnasium!

Nach der überstürzten Einführung des G8, seinen halbherzigen Reformen sowie der darauffolgenden Rückabwicklung des G8 hin zum „neuen“ G9 ist die Lust auf weitere Reformen des Gymnasiums nicht allzu groß. Doch ehrlicherweise muss konstatiert werden: Das neue G9 hat, abgesehen von der Belastung durch häufigen Nachmittagsunterricht, weder die Probleme des G8 noch die des alten G9 gelöst. 

Ganz im Gegenteil.

Auch das G9 leidet...

In zu vielen getrennten Fächern werden zu viele Inhalte in zu kurzer Zeit behandelt. Obwohl das Gymnasium um ein Jahr verlängert wurde, sind Stoffpensum und -progression kontinuierlich viel zu hoch – insbesondere in den Fremdsprachen und vor allem in der Unterstufe. Kernfächer haben weniger Stunden im Schuljahr und werden ab der 8. Jahrgangsstufe meist nur noch dreistündig unterrichtet. Auch in den Sachfächern müssen zu viele zu disparate Themen behandelt werden.

Dies führt dazu, dass der Stoff oft nur oberflächlich gelernt, aber nicht durchdrungen und nachhaltig verinnerlicht wird. In Mathematik und den Naturwissenschaften fehlt die Zeit für Übungen und für die Entwicklung von Verständnis mathematischer und naturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Es reicht oftmals nur für das Auswendiglernen und Abspulen vorgeführter Algorithmen. Die Stofffülle führt in allen Fächern dazu, dass viel zu viel belehrt werden muss, statt dass die Schülerinnen und Schüler Zeit haben, selbstständig zu lernen. Sie pauken auf Prüfungen hin, der Stoff wird abgeprüft und schnell vergessen. Stofffülle und Prüfungsdichte erschweren weiterhin einen kompetenzorientierten und nachhaltigen Unterricht.

Der Unterricht am Gymnasium findet in den meisten Fällen strikt in einzelne Fächer getrennt statt, die sich zum größten Teil noch an einem Fächerkanon aus dem frühen 20. Jahrhundert orientieren. Wissenschaftliches Arbeiten und auch die moderne Berufswelt erfordern aber ein fachübergreifendes, multiperspektivisches Herangehen und Lösen von Problemen. Doch echtes fachübergreifendes Arbeiten kommt am Gymnasium viel zu kurz oder wird nur vorgegaukelt (z. B. im Fach Natur und Technik, in dem die einzelnen Fächer weiterhin streng getrennt sind und lediglich eine gemeinsame Note gegeben wird).

Auch konservative Bildungspolitiker:innen können sich vor schulischen Modernisierungen nicht komplett verschließen. Am Gymnasium führt das dazu, dass immer mehr zusätzliche Inhalte verpflichtend eingeführt werden: die Verfassungsviertelstunde, zahlreiche Veranstaltungen der beruflichen Orientierung (z. B. der „Tag des Handwerks“), Präventionsprojekte (z. B. netpiloten) oder auch die „Schule fürs Leben“ – genauso wie außerunterrichtliche Projekte, die schon immer das Schulleben bereichert haben (z. B. Theateraufführungen). Dies alles sind wichtige und sinnvolle Anliegen.

Doch beim gleichzeitigen Beharren auf einer übertriebenen Dominanz der Fachlichkeit des Gymnasiums lassen sich diese nicht effektiv umsetzen. Denn jede zusätzliche Veranstaltung geht auf Kosten des Fachunterrichts, der durch die hohe Stoffdichte bereits auf Kante genäht ist.

Auch das neue G9 leidet demnach unter dem Spagat zwischen dem Festhalten an überkommenen und veralteten Strukturen und Traditionen einerseits und einer halbherzigen und größtenteils oberflächlich postulierten Öffnung für das unvermeidlich Neue andererseits. Dieser Widerspruch, den Lehrkräfte und Schüler:innen nicht auflösen können, steht nachhaltigem Lernen entgegen.

Erfolgreiches Lernen beruht auf einer positiven Beziehung zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen. Am Gymnasium sind Lehrkräfte durch die neue, noch enger getaktete Stundentafel noch weniger Stunden pro Woche in ihren Klassen als im G8. Das erschwert den Aufbau stabiler Beziehungen, insbesondere da aufgrund der Stofffülle und des dadurch hohen Unterrichtstempos zu selten auf einzelne Schüler:innen und ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Pädagogische Arbeit findet oft außerhalb der Unterrichtszeit statt, unter Zeitdruck in Pausen oder nachmittags. Das bedeutet eine zusätzliche Belastung für Lehrkräfte und Schüler:innen.

Für viele Schüler:innen führen die enge Taktung, die Stofffülle und die Prüfungsdichte zu erheblichem Druck. Es gibt kaum prüfungsfreie Zeiten am Gymnasium – sieht man einmal vom üblichen „Weihnachtsfrieden“ ab. Wenn unangekündigte Leistungsnachweise nach wie vor verlangt werden, müssen Schüler:innen ständig damit rechnen, geprüft zu werden. Dass dies nicht zu besseren Leistungen führt, ist durch die Lernpsychologie hinreichend belegt.

Natürlich muss überprüft werden, über welche Kompetenzen und Fertigkeiten und über welches Wissen Schüler:innen verfügen. Ein konstruktives Feedback zum individuellen Leistungsstand ist unerlässlich für gelingende Lernprozesse. Jedoch dienen Prüfungen am Gymnasium in ihrer heutigen Form zu häufig nicht dem Lernen, sondern legitimieren die Zeugnisnoten und sind in erster Linie ein Verwaltungsakt. Lehrkräfte müssen daher einen erheblichen Aufwand betreiben, um juristisch korrekte Prüfungsaufgaben und -formate zu entwickeln. Dies erschwert das Etablieren modernerer Prüfungsformen (z. B. Projektprüfungen, mündliche Gruppenprüfungen) deutlich und verleitet zur Reduktion des Unterrichts auf vor allem abprüfbares Wissen.

Die meisten Prüfungen sind daher per se defizitorientiert. Für individuelles Feed-Back oder gar für individuelles Feed-Up (Wo musst Du hin und wo stehst Du auf diesem Weg?) bzw. Feed-Forward (Was musst Du als Nächstes tun?) fehlen Zeit und Ressourcen.

Wegen des starken Fokus‘ auf vorrückungsrelevante Prüfungen nehmen Schüler:innen Lehrkräfte oftmals nicht als helfend und unterstützend wahr, sondern als Beurteiler:innen. Das belastet das Verhältnis der Lehrkräfte zu ihren Schüler:innen und das zu den Erziehungsberechtigten.

Das Gymnasium blickt zu Recht auf eine lange und stolze Tradition zurück.

Im Blick nach vorne müssen neue Wege gewagt werden.

Der BLLV hat dazu klare Positionen

Die Schüler:innen behalten oftmals erschreckend wenig der behandelten Inhalte. Das Lehrplanpensum erfordert ein zu hohes Lerntempo, intensive Verstehens- und Übungsphasen kommen daher oft zu kurz. Der schnelle Wechsel der Unterrichtsfächer führt zu oberflächlichem Lernen. Es fehlt die Zeit, in die Tiefe zu gehen und so handlungs- und verstehensbezogene Kompetenzen aufbauen zu können.

Daher müssen alle Lehrplaninhalte auf den Prüfstand. Es geht nicht darum, bestimmte Inhalte als unwichtig abzuwerten – jeder Lehrplaninhalt ist interessant und wichtig. Aber es ist die Frage zu stellen: Ist dieser Inhalt wirklich nötig oder kann darauf verzichtet werden, um einen anderen Inhalt dafür vertiefter behandeln zu können? Oder anders formuliert: Ist dieser Inhalt so wichtig, dass deswegen ein anderer Inhalt nur oberflächlich behandelt wird? Denn nachhaltiges Lernen verlangt Vertiefung, Wiederholung, Vernetzung und Anwendung. Lerninhalte müssen sich daher auf exemplarische Inhalte begrenzen, die kategoriales Wissen und den Aufbau von Kompetenzen ermöglichen.

Sollen neue (fachübergreifende bzw. fachunabhängige) Inhalte eingeführt werden, so müssen durch Streichungen bisheriger Inhalte Freiräume dafür geschaffen werden. Es kann nicht sein, dass durch sinnvolle Themen, wie der Demokratievermittlung, der eigentliche Fachunterricht noch stärker verdichtet wird, Veranstaltungen hierzu in den unterrichtsfreien Nachmittag verlagert werden oder gleich den Schüler:innen, wie beim Aufbaumodul der Beruflichen Orientierung, zum Selbststudium auferlegt werden.

Der Fächerkanon am Gymnasium ist zu stark aufgesplittert. Bei 16 verschiedenen Fächern wie etwa in der 10. Klasse kann Lernen nur oberflächlich stattfinden.

Auch lernen Schüler:innen verschiedene Facetten eines Themas oft in unterschiedlichen Fächern, ohne die Zusammenhänge zu erkennen. Die Lehrkräfte der unterschiedlichen Fächer können sich aufgrund der organisatorischen Zwänge nur in Einzelfällen thematisch absprechen und koordinieren. Dies verstärkt die Tendenz, bloßes Faktenwissen statt kategorialem Wissen zu vermitteln.

Kategoriales Wissen können sich Schüler:innen am besten in fächerübergreifenden Projekten mit konkretem Bezug zur Lebenswelt aneignen. Die Wissenschaftswoche in der 11. Klasse ist daher ein Schritt in die richtige Richtung. Doch eine einzige Woche in neun Schuljahren ist dafür viel zu wenig.

Die hohe Anzahl verschiedener Fächer in der Unter-, vor allem aber in der Mittelstufe, muss reduziert werden. Entscheidend ist nicht Fächervielfalt, sondern eine Vielfalt an Themen sowie die Vermittlung zukunftsorientierter Kompetenzen, die Schüler:innen befähigen, sich selbstständig und vertieft mit den Inhalten zu beschäftigen. Der Unterricht muss daher nicht nur in Einzelfächern (z. B. Fremdsprachen, Mathematik), sondern insbesondere auch in Domänen (z. B. Natur- oder Gesellschaftswissenschaften) organisiert werden. In diesen Domänen soll überwiegend projektorientiert an unterschiedlichen Themen gearbeitet werden. Dabei werden Kompetenzen und Fähigkeiten der einzelnen Fächer vermittelt, eingeübt und angewandt. In diese Projektfächer fließen auch Inhalte der Sachfächer ein, die in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht unterrichtet werden. Dies hätte auch den Vorteil, dass Fächer wie Geographie nicht mehr in einem Schuljahr komplett wegfallen, sondern dass deren Inhalte und Sichtweisen in jedem Schuljahr eine Rolle spielen.

Lehrkräfte müssen mehr Zeit für ihre Schüler:innen und Schulentwicklung haben.

Lernen ist Beziehungsarbeit. Die Zeit, die Lehrkräfte mit ihren Klassen verbringen, muss daher erhöht werden. Alle Lehrkräfte sollen deswegen möglichst in allen von ihnen studierten Fächern in der gleichen Klasse eingesetzt werden. Darüber hinaus benötigen immer mehr Schüler:innen eine intensivere Betreuung durch ihre Lehrkräfte. Dazu zählen nicht nur Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder mit Migrationshintergrund, sondern auch Schüler:innen mit psychischen Schwierigkeiten oder mit belastenden Familiensituationen, oder sogar die gesamte Schülerschaft. Schließlich verbringen Schüler:innen aufgrund veränderter Gesellschaftsstrukturen mit zwei berufstätigen Elternteilen immer mehr Zeit in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen als mit der eigenen Familie. Somit wird für immer mehr Schüler:innen auch das Gymnasium ein wichtiger Lebensraum, der Sicherheit und Geborgenheit gibt.

Die Lehrplaninhalte müssen deshalb so reduziert werden, dass im Unterricht auch genügend Zeit für pädagogische Arbeit bleibt. Schließlich muss das Gymnasium neben seinem Bildungsauftrag auch seinen Erziehungsauftrag erfüllen können.

Multiprofessionelle Teams müssen etabliert werden, um Lehrkräfte zu unterstützen und zu entlasten. Sie dürfen aber nicht dazu führen, dass Lehrkräfte nur noch für die Inhaltsvermittlung zuständig sind. Denn die Gymnasiallehrkräfte wollen ihre Schüler:innen nicht nur in ihren Fächern unterrichten, sondern sie auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und auf ihrem Weg vom Kind zum Erwachsenen begleiten, unterstützen und zur Seite stehen.

Zudem gilt es, das pädagogische Fachpersonal von bildungs- und pädagogikfremden Aufgaben zu entlasten. Dies betrifft insbesondere den kontinuierlich zunehmenden Verwaltungsaufwand der digitalen Infrastruktur. Die ursprünglich als vorwiegend pädagogisch angedachte Verantwortlichkeit der Systemadministration ist durch den stetigen Zuwachs an technischer und digitaler Infrastruktur zu einem großen verwaltungstechnischen Akt verkommen. Zudem bindet der darüber hinaus bestehende massive Zeitbedarf bei defekten bzw. falsch eingestellten Geräten wertvolle Ressourcen des pädagogischen Fachpersonals. Ressourcen, die weder der Qualitätssicherung von Bildung, noch den Schüler:innen, noch der Schulentwicklung zukommen können. Entsprechend sollte es an jeder Schule eine:n hauptberufliche:n Systembetreuer:in geben, der / die entsprechendes KnowHow aufweist und die reibungslose Funktionalität der digitalen Infrastruktur sicherstellen kann.

Das Durchfallen in der jetzigen Form muss beendet werden

Ziffernnoten an sich sind nicht problematisch. Problematisch ist der Umgang mit ihnen. Endlose Diskussionen in Lehrerzimmern und Klassenkonferenzen, ob bei der Bildung der Gesamtnote nun nach der ersten oder zweiten Nachkommastelle abgeschnitten wird, ob man mit „Komma 6“ noch die bessere Note geben oder ob ein Schüler wegen „4,51 gleich 5“ durchfallen darf, zeigen, dass Noten eben nicht als individuelles Feedback für die Schüler:innen genutzt werden, sondern vor allem der Legitimation der Zeugnisnote bzw. der Vorrückungsentscheidung dienen.

Nicht selten bereiten sich Schüler:innen auf die letzte Schulaufgabe gar nicht mehr vor, wenn sich ihre Zeugnisnote dadurch nicht mehr ändern würde. Damit wird der eigentliche Zweck von Lernzielkontrollen, nämlich den Schüler:innen eine verbindliche Rückmeldung über ihren aktuellen Leistungs- und Kenntnisstand zu geben, völlig pervertiert. Das Wiederholen einer Jahrgangsstufe wird von den Schüler:innen zurecht nicht als Chance gesehen, Lücken aufzuholen, sondern als Versagen oder Bestrafung. In vielen Fällen haben Wiederholungsschüler:innen auch in den Folgejahren schulische Probleme, was zeigt, dass das Wiederholen in der aktuellen Form nicht zielführend ist. Niemand kann außerdem vernünftig begründen, warum ein:e Schüler:in mit zwei Fünfern im Jahreszeugnis nicht nur diese beiden, sondern alle Fächer wiederholen muss.

Das Durchfallen in der bestehenden Form muss daher abgeschafft oder zumindest neu überdacht werden. In einem ersten Schritt sollte die Anzahl der versetzungsrelevanten Fächer reduziert werden. Mittelfristig sollte durch ein modulares System den Schüler:innen die Möglichkeit geboten werden, in Fächern, in denen sie Schwierigkeiten haben, mehr Zeit zu bekommen und damit mehr Gelegenheit zum Üben und zum Durchdringen des Stoffes, während sie gleichzeitig in anderen Fächern in der normalen Progression lernen können.

Das stärkere Abkoppeln der Lernzielkontrollen von der Vorrückungsentscheidung erleichtert es auch, moderne Prüfungsformate durchzuführen, vor allem auch Projektprüfungen in Gruppen.

Darüber hinaus muss die Vermischung von Lern- und Prüfungsphasen beendet werden. Schüler:innen müssen in Lernphasen Fehler machen können und auch unterschiedlich lange benötigen dürfen, um sich einen Inhalt anzueignen. Dies ist nicht möglich, wenn sie nicht wissen, ob sie sich in einer Prüfungssituation befinden oder nicht. Lern- und Prüfungssituationen und -phasen müssen daher stärker und verbindlich voneinander getrennt werden. Ob eine Lehrkraft dafür generell auf unangekündigte Leistungsnachweise verzichtet oder verbindlich mehrwöchige prüfungsfreie Zeiten festlegt, ist hierbei zweitrangig.

Frischer Wind für die Lehrkräfte am Gymnasium

Wir Lehrkräfte am Gymnasium leisten jeden Tag wertvolle Arbeit. Doch diese leisten wir nicht wegen, sondern trotz des Systems, in dem wir arbeiten müssen. Viel zu oft zwingen uns Stofffülle und hoher Prüfungsdruck, an der Oberfläche zu bleiben und zu belehren, anstatt nachhaltig zu lehren und zu unterrichten.

Wir wollen ein System, in dem wir auf hohem Niveau vertieft und verständnisintensiv unterrichten können.

Der BLLV fordert daher:

Ursprünglich als Instrument der Qualitätssicherung gedacht, artet sie vielerorts zu einem Kontrollinstrument aus, das sowohl bei den Fachschaftsleitungen als auch bei den Lehrkräften enorm viel Zeit bindet.

Für Kolleginnen und Kollegen in den ersten Berufsjahren direkt nach dem Referendariat oder nach im Jahr nach einer Versetzung kann sie sinnvoll sein, weil sie Orientierung gibt. Aber für erfahrene Lehrkräfte ist sie oftmals einfach unnötig. 

Fachschaftsleitungen tragen ohnehin eine enorme Last: Betreuung von Referendarinnen und Referendaren, Organisation von Fahrten, Ausstellungen und Projekten, Erstellung von Abituraufgaben, Durchführung von Aktionstagen, Weiterentwicklung der Fachschaften. Dafür gibt es in der Regel maximal eine einzige Anrechnungsstunde. Wenn dann noch die Respizienz als Pflichtkontrollinstrument obendrauf kommt, ist das schlicht nicht leistbar.

Wir können auf die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte vertrauen und statt der Respizienz auf Kooperation setzen: kollegiale Hospitationen, gemeinsame Unterrichtsentwicklung, Teamstrukturen. Das stärkt die Qualität viel nachhaltiger und entlastet Fachschaftsleitungen und Kolleg:innen von unnötiger Bürokratie.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an den Gymnasien wird von Jahr zu Jahr schwieriger und belastender. Wir Lehrkräfte unterstützen und helfen gerne unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum erwachsenen und mündigen Bürger.

Doch wir können nicht alle Probleme alleine lösen.

Daher müssen an allen Gymnasien Stellen für multiprofessionelle Teams ausgebracht und ausgeweitet werden. Jedes Gymnasium benötigt nicht nur mindestens eine:n Schulpsycholog:in, wir benötigen auch ausreichend Stellen für Jugensozialarbeit an den Gymnasien vor Ort.

An allen Schularten müssen die Stellen für Beförderungen ausgeweitet werden, damit so auch der Beförderungsstau am Gymnasium von A13 auf A14 - im November 2025 wurden erst die Kolleg:innen mit fiktivem Beförderungsdatum Oktober 2022 befördert! - abgebaut werden kann. Drei Jahre nach dem errechneten Termin befördert zu werden demotiviert die Kolleginnen und Kollegen und senkt die Attraktivität unseres Berufs!

Lehrkräfte sind professionell ausgebildete Expertinnen und Experten für ihre Unterrichtsfächer, für Didaktik, Methodik, Pädagogik und Psychologie. 

Sie sind keine Fachkräfte für Systembetreuung und Datenschutz.

Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich mühsam und dankenswerterweise in diese Themengebiete eingearbeitet. Aber das ist nicht die Aufgabe von uns Lehrkräften. 

Wir fordern daher externe Fachkräfte, die die technische Systembetreuung und den Datenschutz an Schulen übernehmen.

Das Referendariat am Gymnasium hat durchaus Stärken. Der schrittweise Einstieg in den Unterricht, begleitet durch Hospitation und angeleitete Lehrversuche, bietet grundsätzlich eine gute Grundlage. 

Doch gleichzeitig sorgen u.a. die starke Abhängigkeit von einzelnen Seminarlehrkräften, starre Prüfungsmodalitäten und zu wenig Transparenz in der Notengebung dafür, dass viele Referendar:innen den Vorbereitungsdienst als sehr belastend und wenig zielführend empfinden. Das Innovationspotential, das junge Lehrkräfte an die Gymnasien bringen könnten, kann sich nicht entfalten, weil sich viele Referendar:innen zu einer Anpassung an den Stil ihrer Seminarlehrkräfte gezwungen sehen.

Zu viele Referendarinnen und Referendare brechen ihren Vorbereitungsdienst ab und gehen damit dem Gymnasium verloren. Kritik am Referendariat wird schon lange geäußert, geändert haben sich nur Marginalien.

Ziel muss ein Referendariat sein, das nicht hemmt, sondern stärkt. Eines, das angehende Lehrkräfte ermutigt, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und neue Wege im Unterricht zu gehen. Doch Veränderungen entstehen nicht von selbst. Sie brauchen eine starke Stimme!

Hier können Sie unser Konzept für eine Reform des Referendariats lesen.

So wählen Sie frischen Wind fürs Gymnasium:

Wahlberechtigt für die Hauptpersonalratswahl - Gruppe der Lehrkräfte am Gymnasium sind:

  • alle verbeamteten Lehrkräfte an staatlichen Gymnasium, auch Referendar:innen in allen Ausbildungsabschnitten
  • alle unbefristet angestellten Lehrkräfte an staatlichen Gymnasium
  • alle befristet angestellte Lehrkräfte und unterrichtendes Personal, wenn der Vertrag über 6 Monate geht
  • Alle Verwaltungsangestellten und nicht unterrichtendes Personal, wenn der Vertrag über 6 Monate geht, wählen in der Gruppe der Arbeitnehmer.
    Hier geht es zu den Kandidat:innen in der Gruppe der Arbeitnehmer

Bei der Wahl zum Hauptpersonalrat - Gruppe der Lehrkräfte am Gymnasium haben Sie fünf Stimmen.

  • Am besten ist es, Sie kreuzen zunächst “Vorschlagsliste 3: Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband - BLLV” an. So stellen Sie sicher, dass Sie keine Stimme verschenken.
     
  • Anschließend können Sie bis zu fünf Stimmen innerhalb der BLLV-Liste auf einzelne Kandidat:innen verteilen. Beachten Sie dabei:

    Sie können einer Kandidatin/einem Kandidaten maximal drei Stimmen geben (häufeln).

    Sie dürfen nur Kandidat:innen der gleichen Liste wählen. Ihre Wahl ist ungültig, wenn Sie Kandidat:innen aus verschiedenen Listen wählen.
    Bleiben Sie daher innerhalb der BLLV-Liste.

    Achten Sie darauf, dass Sie insgesamt nur maximal fünf Stimmen vergeben dürfen. Haben Sie einer Kandidatin/einem Kandidaten schon drei Stimmen gegeben, haben Sie also nur noch zwei Stimmen übrig.