Pressefotos Simone Fleischmann 2024
Statement von BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann Startseite Topmeldung

Wer Lebensweltbezug drüberschreibt, muss Lebensweltbezug dann auch durchhalten – in der Lern- sowie in der Leistungssituation!

Statement der BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zur Pressemitteilung des Bayerischen Kultusministeriums vom 18. Juni 2026: „Stark in die Zukunft mit moderner Prüfungskultur“.

 

Wir begrüßen sehr, dass die bayerische Staatsministerin für Kultus und Unterricht, Anna Stolz, für Bayern erkannt hat: Prüfungskultur muss sich weiterentwickeln!

Wir haben uns als BLLV engagiert. Wir waren dabei in den vielen Runden zum Thema Prüfungskultur und in den Werkstätten am Kultusministerium. Und heute hat die Kultusministerin das Ergebnis veröffentlicht! Ja, eine Weiterentwicklung der Prüfungskultur ist genau das, was wir brauchen. 

Was brauchen die Schülerinnen und Schüler? Sie brauchen in der Schule, im Lernen und im Leisten, genau das, was die Welt da draußen braucht. Ich freue mich sehr, dass der Lebensweltbezug die Überschrift ist zu dem, was die Kultusministerin heute auch im Detail herausgegeben hat. 

Erstens möchte ich sagen: Wer lernen verändert, muss Leistung verändern. Lernkultur und Leistungskultur müssen kongruent sein. Das muss doch zusammenpassen. Wenn ich zum Lernen das coole KI-Tool verwenden darf, in der Prüfung dann aber nicht – das passt doch nicht! Wir haben als BLLV gerade unseren offenen Brief zum Thema adressiert. Es geht ums Gymnasium, es geht ums Abitur und im Kern natürlich um alle anderen Prüfungen und Schulen auch! Da sind Jugendliche mit KI-Tools  unterwegs. Wie verbannen wir diese KI-Mentalität und versteckte technische Gadgets aus dem Faltenrock und aus dem Ohr? Nur indem wir überlegen, ob nicht auch solche Tools zugelassen sein könnten. 

Und dann sind wir bei der Geschichte, die die Kultusministerin heute herausgegeben hat. Dann muss sich die Leistungskultur ganz prinzipiell verändern – und zwar bitte gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern und nicht gegen uns. Natürlich wollen wir nicht alles über Bord werfen. Was weiter stehen bleibt, ist ja anscheinend auch, dass unbedingt die unangekündigten Exen bleiben müssen. Da hätten wir natürlich andere Vorstellungen. 

Worum wir aber bitten, ist ein guter Prozess mit den Kolleginnen und Kollegen. Und bitte nicht alles festschreiben! Zum Beispiel muss man den Mittelschulen nicht genau sagen, wie die Lehrkräfte dort eins zu eins was bewerten sollen. Wir Lehrerinnen und Lehrer an allen Schularten sind die Profis fürs Lernen und für die Leistung. Schön, dass es eine Weiterentwicklung gibt. Herzlichen Dank an die Ministerin, die aus den Foren jetzt ganz Konkretes formuliert hat. Und wir setzen in der Praxis um. 

>> Zur Pressemitteilung des Bayerischen Kultusministeriums vom 18. Juni 2026: „Stark in die Zukunft mit moderner Prüfungskultur“

Medienberichte

Passauer Neue Presse vom 19. Juni 2026 (kostenpflichtig)

Bayerische Lehrerverbände begrüßen Prüfungsreform, sehen aber noch Luft nach oben

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann begrüßt die Ankündigung des Kultusministeriums, die Prüfungskultur zu modernisieren. „Wenn sich die Welt dreht, muss sich auch die Schulwelt verändern“, betont sie gegenüber der Passauer Neuen Presse. Sowohl Lern- als auch Leistungskultur müssen sich ändern. Dass unangekündigte Exen als Prüfungsform erhalten bleiben, findet Fleischmann hingegen nicht zukunftsfähig ... weiterlesen

Bildung.Table vom 19. Juni 2026 (kostenpflichtig)

Bayern lässt neue Prüfungsformate zu und flexibilisiert Leistungsnachweise

Auch Bildung.Table greift die Vorhaben von Kultusministerin Anna Stolz auf. Simone Fleischmann, Präsidentin des BLLV, befürwortet die Weiterentwicklung der Prüfungskultur. Sie stellt jedoch die Überlegung in dem Raum, KI-Tools, die im Unterricht und perspektivisch in Prüfungen eingesetzt werden, auch im Abitur zugelassen werden. Bei den Methoden, die Lehrkräfte in Prüfungen verwenden, plädiert sie für das Vertrauen in die Lehrkräfte ... weiterlesen

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