Für den Austausch unter Kolleg:innen und um viele praxisnahe Anregungen mitzunehmen, kamen am 20. Oktober knapp zweihundert Besucher:innen nach Nürnberg zum Lernforum an die Friedrich-Alexander-Universität (FAU). Seit 2022 findet das Lernforum jährlich statt. Veranstaltet wird es von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung gemeinsam mit der ARD, der ZEIT Verlagsgruppe und dem BLLV.
Gastgeber Dr. Klaus Wild, Geschäftsführer des Zentrums für Schulentwicklung und Evaluation der FAU, hält das Netzwerk des Deutschen Schulpreises für die teilnehmenden Schulen besonders wertvoll. Der Erfolg gibt den Veranstaltern Recht: Auch bei seiner fünften Auflage war das Lernforum innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.
Kollegialer Austausch und inspirierende Beispiele im Fokus
Bei der Veranstaltung „Lernwirksamen Unterricht ermöglichen – Ein Lernforum mit Schulen des Deutschen Schulpreises“ zeigten erfolgreiche Schulleitungsteams ihre Entwicklung auf und gaben Interessierten wertvolle Impulse.
An die Worte von Friedrich Merz erinnerte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann die Besucher:innen auf der großen Bühne. Als wichtigste Berufsgruppe des Landes hatte der Bundeskanzler Lehrkräfte Ende September bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises herausgestellt. Statements wie diese werde der BLLV nutzen, um sich weiterhin für das Beamtentum für Lehrkräfte einzusetzen. „Schulen sind ein Bollwerk für die Demokratie!“, ist Fleischmann überzeugt. „Wir kämpfen weiterhin für die Wertigkeit von Bildung und Schule“, so Fleischmann.
Im nachfolgenden Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Miriam Vock von der Universität Potsdam heraus, wie wichtig der Teamgedanke bei der Unterrichtsentwicklung sei und führte dabei die Methode der Lesson Study vor. Dabei handelt es sich um eine Methode zur kooperativen Unterrichtsentwicklung, die ursprünglich in Japan entwickelt wurde und mittlerweile weltweit im Einsatz ist. Das Besondere: Lesson Study lebt vom kollegialen Austausch und der Kooperation von Lehrpersonen.
Wie bereichernd die Zusammenarbeit mit dem Team des Deutschen Schulpreises und seinem Netzwerk ist, stellte die Hans-Leipelt-Schule aus Donauwörth heraus. Die FOS/BOS gehört zu den Preisträgern des Deutschen Schulpreises 2026. Schulleiterin Anna Heßlinger betonte, wie wichtig das wertschätzende Feedback für den Entwicklungsprozess der Schule sei.
Durch die anschließende, interaktiv angelegte Workshop-Phase leiteten dann fünf Schulen, die in den vergangenen Jahren beim Deutschen Schulpreis erfolgreich waren. Sie legten für die Teilnehmenden anschaulich dar, wie sie für die Schülerinnen und Schüler lernwirksamen Unterricht ermöglichen. Ergänzt wurde das Angebot durch einen Workshop des Kompetenzzentrums Schulentwicklung und Evaluation der FAU.
Gute Schulen zu identifizieren und sichtbar zu machen, damit diese zu Vorbildern werden können, sei das Anliegen des Deutschen Schulpreises, erklärte Johannes Schubert, Senior Projektmanager im Bereich Bildung der Robert Bosch Stiftung. Schubert betonte: “Wir wollen zeigen, was Schule alles kann und mit Veranstaltungen wie heute für guten Austausch sorgen.”
Lust auf mehr spannende Fortbildungen? Wir haben ein paar Tipps!
>> Die Schule von Referent Jan Vedder gehört zu den Gewinnern des Deutschen Schulpreises '26. Bei seinem Online-Seminar Alternative Gelingensnachweise bekommen Sie Inspiration durch Best-Practice-Beispiele, kreative Methoden, sowie erste Ideen zur Umsetzung von Gelingensnachweisen für den eigenen Unterricht.
>> Im Präsenz-Seminar “Lehrerpersönlichkeit im Fokus: Wie wirke ich im Klassenzimmer?” lernen Sie, mit Stimme und Körpersprache zu motivieren, begeistern und zu überzeugen.