Statement der BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann:
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach anlässlich der kürzlich veröffentlichten PISA-Studie von ernüchternden Ergebnissen und von einer gemeinsamen großen Kraftanstrengung aller Bundesländer, um die Situation der Bildung in Deutschland zu verbessern. In seiner Pressekonferenz am 7. September nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt betonte er, wie wichtig jetzt Veränderungen sind, und dass das Aufstiegs- und Wohlstandsversprechen auch und gerade für junge Menschen wieder gelten müsse. Richtig so! Und wenn das in Zukunft wieder gelten soll, dann muss es auch für alle gelten und dann müssen wir jetzt endlich auch das Thema der Bildungsungerechtigkeit mutig und ernsthaft angehen.
Wie geht das alles? Wer soll das machen? In seiner Rede zum Deutschen Schulpreis machte Friedrich Merz deutlich: „Lehrerinnen und Lehrer sind die wichtigste Berufsgruppe unseres Landes.“ Jawoll! Man hat es ihm deutlich angesehen, dass er beeindruckt und bewegt war von den starken Kindern, den starken Schulen und den überaus engagierten und starken Lehrerinnen und Lehrern.
Es sind die Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen, die die Demokratie in Deutschland tragen, lebendig machen und verteidigen. Die Jury hat hierfür einen extra Preis für gesellschaftlichen Zusammenhalt verliehen. Denn Schule ist nicht nur der Ort, wo die Kinder und Jugendlichen Lesen und Schreiben lernen. Sie ist auch der Ort, wo junge Menschen Selbstwirksamkeit lernen, wo sie soziales Miteinander erleben und einüben, wo sie lernen Konflikte zu bewältigen und wo sie Gemeinschaft gestalten und Toleranz üben.
Dafür stehen die Lehrerinnen und Lehrer täglich ein. Dafür steht der gesamte Öffentliche Dienst ein, als Deutschlands Stärke und als Bollwerk gegen den Extremismus. Um diese Stärke an den Schulen zu erhalten und zu fördern braucht es jetzt aber wirklich eine große Kraftanstrengung und dazu gehört ganz dringend das von uns geforderte Sondervermögen Bildung!