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Trinationales Treffen beschließt Berliner Erklärung: „Eine starke Demokratie braucht starke Schulen“

Der BLLV-Dachverband VBE hat mit Bildungsverbänden aus Österreich und der Schweiz eine Erklärung zur Bedeutung der Demokratiebildung verabschiedet. Beim Trinationalen Treffen gab dbb-Vize und BLLV-Präsidentin Fleischmann wichtige Impulse zur Demokratiebildung.

Seit 19 Jahren treffen sich Bildungsexpert:innen vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) aus Deutschland, vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Österreich (GÖD) jährlich zum Trinationalen Treffen.

Im Fokus stand diesmal die Bedeutung der Demokratiepädagogik in herausfordernden Zeiten, die alle drei Länder erleben. Dazu stellte Simone Fleischmann, stellvertretende Bundesvorsitzende des deutschen beamtenbundes und tarifunion (dbb) und BLLV-Präsidentin, klar: Schulen sollen junge Menschen nicht nur fachlich stärken, sondern auch dazu befähigen, in einer zunehmend polarisierten und immer diverseren Gesellschaft Orientierung zu finden und demokratische Verantwortung zu übernehmen. Zugleich können Lehrkräfte diese Aufgabe nur dann erfüllen, wenn ihre Gesundheit geschützt, ihre Arbeitsbelastung begrenzt und ihre professionelle Arbeit anerkannt wird.

Fünf länderübergreifende Forderungen für Demokratiebildung an Schulen

Der Austausch mündete in die Verabschiedung der Berliner Erklärung mit dem Titel „Eine starke Demokratie braucht starke Schulen“. Diese stellt klar, dass angesichts von Tendenzen, die demokratische Grundwerte und Menschenrechte infrage stellen, der Demokratiebildung in öffentlichen Schulen fundamentale Bedeutung zukommt. Denn Schule ist der wichtigste Ort, um sozialen Zusammenhalt zu fördern. Dazu stellt die Berliner Erklärung fünf Forderungen: 1. Förderung einer fundierten Diskussionskultur, 2. Systemische Verankerung und professionelle Begleitung der Demokratiebildung, 3. Zeitliche Freiräume für pädagogische Kernaufgaben, 4. Gezielte Investitionen in die Gesundheit von Lehrpersonen, 5. Bildung als strategische Investition in die demokratische Stabilität.

VBE-Chef Tomi Neckov lobt den Prozess und das Ergebnis: „Der grenzüberschreitende Austausch ist bereits seit 19 Jahren eine verlässliche Grundlage für gemeinsame Positionen und fachlichen Fortschritt. Mit der gemeinsamen Berliner Erklärung ‘Eine starke Demokratie braucht starke Schulen‘ wird deutlich: Die Herausforderungen im Bildungsbereich sind groß, aber sie lassen sich gemeinsam besser angehen. Der trinationale Austausch bleibt dafür ein wichtiges Instrument — fachlich, politisch und menschlich.“

» die Berliner Erklärung im Wortlaut: „Eine starke Demokratie braucht starke Schulen“

» Pressemitteilung des VBE: „Trinationales Treffen – Resiliente Lehrkräfte im Fokus“

» das BLLV-Manifest: HALTUNG ZÄHLT