Credit: iStock, Tetiana Lazunova
Credit: iStock, Tetiana Lazunova
Hilfe bei Belastungen im Schulalltag - von ABiK bis zur BLLV Akademie Startseite

Methoden und Angebote gegen krankmachenden Stress

Die Belastungen für Lehrkräfte sind vielfältig: Zu wenig Pausen, viel Bürokratie und "Papierkram" aber auch oft schwierige Elterngespräche. Dazu Kinder und Jugendliche, die oft mehr Zuwendung brauchen als es die dünne Personaldecke erlaubt. Wer hilft?

Während manche immer noch glauben, der Lehrberuf wäre ein einziges Zuckerschlecken, sieht die Realität leider völlig anders aus. Über die vielen Belastungen berichtet jetzt auch der Donaukurier (PLUS-Artikel): Die Korrektur von Klassenarbeiten, mangelnde Pausen, schwierige Elterngespräche und vieles mehr belasten die Lehrkräfte und führen nachweislich zunehmend zu Überlastung, Dienstausfällen und frühzeitigen Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit. Viele Lehrerinnen und Lehrer reduzieren außerdem ihre Stunden oder geben den Beruf auf, wie der Donaukurier berichtet. Der BLLV setzt sich deshalb kontinuierlich und nachdrücklich dafür ein, die Arbeitsbedingungen für alle Pädagoginnen und Pädagogen zu verbessern und die Kolleginnen und Kollegen zu entlasten. Zusätzlich ist praktische Unterstützung und Begleitung wichtig.

Das Projekt ABiK: Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/Schulkultur

Um dem entgegenzuwirken, hat die Universität Leipzig das Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/Schulkultur“ (ABiK) entwickelt. Ziel des Projekts ABiK ist eine breitflächige Verankerung von Achtsamkeitsangeboten an der Hochschule, beginnend in der Aus- und Fortbildung. Wie das funktionieren kann, erläutert der Artikel im Donaukurier am Beispiel des Ingolstädters Josef Ach. Ach arbeitet mit der Universität zusammen und vermittelt an einer Schule in Plauen Lehrkräften Methoden der Achtsamkeit und Stressbewältigung. In zwölf Einheiten lernen die Teilnehmenden, besser mit den Belastungen des Schulalltags umzugehen. Der Kurs basiert auf den Ansätzen „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (MBSR) und „Mindfulness-Based Compassionate Living“ (MBCL). Unterstützt werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei auch durch eine speziell entwickelte App.

Der BLLV unterstützt mit Information und eigenen Angeboten

Aber auch andere Angebote adressieren den Bedarf und bieten Unterstützung für dieses enorm wichtige Thema. Der Donaukurier befragte dazu Karin Leibl, unter anderem Kreisvorsitzende des BLLV und BLLV-Personalratsvorsitzende für Grund- und Mittelschulen in Ingolstadt. Sie hebt die Angebote des BLLV zum Thema hervor, beispielsweise die Vorträge und Workshops zum Thema Stressbewältigung der BLLV Akademie sowie die Kooperation mit der Gesundheitsplattform nilo.health, über die Lehrkräfte psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen können. Auch im Rahmen der Kooperation des BLLV mit Hansefit gibt es – hier exklusiv für BLLV-Mitglieder – zahlreiche Angebote, die neben der physischen auch zur psychischen Gesundheit beitragen.

AMIS und weitere Angebote

Darüber hinaus informiert der BLLV auf seinen Seiten kontinuierlich über die Angebote Dritter, beispielsweise des Kultusministeriums und anderer Ministerien. Einen eigenen Bereich widmet der BLLV auf seiner Website dem Arbeitsmedizinischen Institut für Schulen (AMIS-Bayern), einer Einrichtung, die auch Leibl in ihrem Gespräch mit dem Donaukurier besonders hervorhebt. Das AMIS-Bayern-Team besteht aus Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Medizin, Arbeitssicherheit, Psychologie und Verwaltung. Neben einer psychologischen Beratung besucht das Team auch Schulen, sagt Leibl dem Donaukurier. Dabei werden Gefährdungsbeurteilungen erstellt und konkrete Empfehlungen entwickelt, um Belastungen zu reduzieren. Leibl betont: „Alles, was an Angebot kommt und sinnvoll ist, ist gut.“

Mehr zum Thema