REALSCHULLEHRERINNEN UND REALSCHULLEHRER IM BLLV
Die Realschule verbindet fundierte Allgemeinbildung mit einer starken Praxis- und Berufsorientierung und eröffnet jungen Menschen vielfältige Wege in Ausbildung, berufliche Weiterbildung und Studium.
Das Bildungsangebot der Realschule wird breit geschätzt; entsprechend hoch ist die Akzeptanz der Realschule bei Eltern, Schülerinnen und Schülern.
Gleichzeitig stehen die Realschulen vor großen Herausforderungen: Zunehmend heterogene Lerngruppen, steigende gesellschaftliche Erwartungen, Personalmangel und zusätzliche administrative Aufgaben belasten Schulen und Lehrkräfte. Gute Bildung braucht jedoch gute Rahmenbedingungen. Der BLLV setzt sich deshalb für eine leistungsstarke, gerechte und zukunftsfähige Realschule ein, an der sich alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Vielfalt angenommen fühlen und ihre Potenziale entfalten können.
Auch die Leistungskultur an Realschulen muss weiterentwickelt werden: Leistungsbewertung soll Lernen unterstützen, Motivation stärken und individuelle Entwicklung sichtbar machen.
Nur eine gesunde Schule ist eine gute Schule. Zu große Klassen, Personalmangel und zu viele Aufgaben außerhalb des pädagogischen Kernbereichs erhöhen die Belastung im Schulalltag und erschweren individuelle Förderung.
Der BLLV setzt sich deshalb u.a. für folgende Maßnahmen ein:
- Reduktion der Klassengrößen
- Ausbau multiprofessioneller Teams
- Konsequente Entlastung der Lehrkräfte von nicht-pädagogischen Aufgaben
- Strukturierte Digitalisierung, die Unterricht verbessert und Lehrkräfte tatsächlich entlastet
- Größere pädagogische Handlungsspielräume für Schulen bei der Leistungsbewertung
- Angekündigte kleine Leistungsnachweise als Alternative zu unangekündigten Tests
- Schutzkonzepte gegen Diskriminierung und sexuellen Missbrauch etablieren
Die Hintergründe, Begründungen und konkreten Umsetzungsvorschläge zu diesen Punkten sind in den Positionspapieren der Fachgruppe Realschule dargestellt und können dort im Detail nachgelesen werden.