Im Bayerischen Landtag wird der Haushalt für 2026/2027 beschlossen. Die Staatsregierung plant trotz der schlechten Finanzlage für die Jahre 2026 und 2027 mit einem Haushalt ohne neue Schulden. Insgesamt soll der Doppelhaushalt auf rund 168 Milliarden Euro anwachsen. Für nächstes Jahr sind aktuell 84,6 Milliarden Euro eingeplant, für 2027 83,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Bildung und Forschung steigen weiter deutlich an und bilden mit insgesamt rund 59,5 Mrd. Euro den größten Ausgabenblock im Staatshaushalt (rd. 35,4% des Gesamthaushalts).
Dafür greift die Staatsregierung in die eigenen Rücklagen. Außerdem soll an vielen Stellen gespart werden. So soll es keine neuen Stellen für Ministerien oder die Staatskanzlei in 2026 geben, auch bei den Ausgaben in den Ressorts sollen je 5 Prozent gestrichen werden.
Parallel dazu sollen bis 2028 1.000 Stellen in der Verwaltung sozialverträglich abgebaut werden. Sparen wollen CSU und Freie Wähler außerdem bei Bayerns Beamten: Künftige Tarifsteigerungen im Öffentlichen Dienst sollen nicht mehr direkt übernommen werden, sondern erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten.
Haushaltstitel StMUK:
„Besonders weh tun uns die Einsparungen in allen Bereichen des Kultusministeriums“ bestätigt Gerd Nitschke, 1. Vizepräsident des BLLV. Die Einsparungen gehen von Einsparungen bei Lehr- und Schülerwanderungen über Vorkurse bis hin zur Weiterentwicklung der Mittelschule – siehe Anlage. „Damit wird klar, dass so manches gute Projekt einfach nicht mit genügend Mitteln unterfüttert wird.“
Positiv zu bewerten und dem Erfolg des BLLV durch seine Hartnäckigkeit geschuldet sind die neuen Stellen für 2027 (s.u.) und die Möglichkeit der Stellenhebungen in 2027. „Die neuen Stellen werden allerdings schon 2026 benötigt. Ohne diese Stellen fehlen den Mittelschulen ca. 500 Lehrkräfte und auch den Förderschulen und Gymnasien wird das Stellenmoratorium in 2026 sehr weh tun!“, analysiert Gerd Nitschke.
Unterrichtsversorgung 2027:
Zur Unterrichtsversorgung und für Verbesserungen im Schulbereich sind nach dem Ende des Stellenmoratoriums für 2027 1.500 neue Planstellen für Lehrkräfte vorgesehen, sowie
Unterstützungskräfte an Schulen: 400 Planstellen
- Pädagogische Unterstützungskräfte an Schulen 275 Stellen
- Personal Heilpädagogische Unterrichtshilfe 20 Stellen
- Pflegekräfte an Schulen 30 Stellen
- Schulsozialpädagogen 75 Stellen