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Editorial bayerische schule #2 26 Startseite Topmeldung
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Ein Manifest und andere starke Seiten des BLLV

Gesellschaftliche Entwicklungen und die zunehmende Gewaltbereitschaft an Schulen geben Anlass zur Sorge. Chefredakteur Steve Bauer verweist auf das Manifest „Haltung zählt“ und die damit einhergehende klare Positionierung des BLLV.

Mit großer Sorge über gesellschaftliche Entwicklungen hat sich der BLLV schon vor zehn Jahren unmissverständlich positioniert. Sein Manifest „Haltung zählt“ macht uns alle seither sensibel dafür, wo Gewalt beginnt und Demokratie gefährdet ist. Der BLLV blickt zusammen mit einer Vielzahl von Unterzeichnern auf die Gefahr durch Aggressivität in der Sprache, durch Verrohung, Ausgrenzung und extremistische Tendenzen.

Den Anlass gab damals vor allem der Umgang mit der Zuwanderung. Eine Dekade später ist die Mahnschrift aktueller denn je. Lehrkräfte sind in den Schulen immer wieder unüberlegten oder bewusst beleidigenden, verletzenden Äußerungen aus unterschiedlichen Richtungen ausgesetzt, in Extremfällen auch physischer Gewalt. Für unser Feature hatte die Rechtsabteilung des BLLV jedenfalls keine Mühe, konkrete Beispiele anonymisiert zu liefern. Einschlägige Studien belegen die Allgemeingültigkeit der Fälle. Im Expertengespräch diskutieren wir die Phänomene, gehen Ursachen auf den Grund und beleuchten auch konkrete Möglichkeiten präventiver Arbeit an den Schulen.

Die Auseinandersetzung mit diesem sensiblen Thema hat gezeigt, dass Lehrkräfte nicht immer die volle Unterstützung von Politik und Gesellschaft erfahren. Umso wichtiger, dass sie an ihrer Seite einen starken Verband haben – mit einer starken Rechtsabteilung und einer engagierten Personalvertretung.

>> zur bayerischen schule #2: Gewalt gegen Lehrkräfte