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Schnee-Chaos: „Viele Schulen können auf digitalen Unterricht umstellen“

Wenn Schulweg und damit Präsenzunterricht wie derzeit in Teilen Frankens nicht mehr möglich sind, bieten viele Schulen digitalen Unterricht an. BLLV-Präsidentin Fleischmann betont aber, dass es bei Endgeräten und Netzanbindung regional noch hapert.

Nürnberg, Fürth, Erlangen, Bamberg, Kitzingen… In weiten Teilen Frankens ist derzeit witterungsbedingt kein Präsenzunterricht möglich, weil Schnee und Glätte den Schulweg unmöglich machen. Auch in und um Neumarkt in der Oberpfalz geht nichts mehr.

Das heißt aber nicht automatisch, dass die Schule ersatzlos ausfällt, erläutert BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse: „Der digitale Unterricht funktioniert ganz gut, viele Schulen sind in der Lage von jetzt auf gleich umzustellen.“

Bildung weitgehend sichergestellt, Betreuung oft schwierig

Sie weist aber zugleich darauf hin, dass es in Bayern leider immer noch Schulen gibt, die mit der digitalen Ausstattung zu kämpfen haben, weil Schüler:innen keine digitalen Endgeräte haben oder die Internet-Anbindung mangelhaft ist. „Es ist regional unterschiedlich“, sagt Fleischmann.

Für eine kurzfristige Umstellung auf Distanzunterricht war die Corona-Zeit zwar hilfreich, sodass Bildung auch unter erschwerten Umständen noch gewährleistet werden kann. Doch für berufstätige Eltern stellen sich leider oft immer noch die gleichen Fragen wie damals: Wer hat ein Auge auf die Kinder im Homeschooling, wer betreut sie bei Schulausfall?

Wenn alle an einem Strang ziehen, funktioniert es

BLLV-Präsidentin Fleischmann appelliert an den Pragmatismus aller Beteiligten: „Ich glaube, dass viele Eltern da auch mit ihren Chefs reden können“, meint sie. Zudem sorgen viele Schulen zumindest auch für eine Notbetreuung, falls sich keine andere Lösung finden lässt. „Eltern können immer mit der Schule zusammen schauen, damit kein Kind auf die Straße gerät“, schildert Fleischmann aus eigener Erfahrung als Schulleiterin und rät Eltern auch, sich gegebenenfalls auch mit Nachbarn und anderen Eltern abzustimmen bzw. abzuwechseln bei der Betreuung.

Martin Löwe vom Bayerischen Elternverband fordert dazu auch, die Zahl der Tage, an denen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in solchen Ausnahmefällen der Arbeit fernbleiben können, zu erhöhen. Nach § 616 BGB können das zwei bis fünf Tage sein, allerdings schließen manche Arbeitsverträge diesen Paragraphen explizit aus.

» zum Bericht der Passauer Neuen Presse: „Schulausfall in Bayern: Tipps für Eltern, wenn Kinder zu Hause bleiben müssen“