“Was bewegt dich?” ist ein Podcast- und Interviewformat, in dem inspirierende Persönlichkeiten ihre Lebensgeschichten, Wendepunkte und persönliche Perspektiven erzählen. In offenen Gesprächen erzählen Menschen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, was sie geprägt hat, welche Herausforderungen sie überwinden mussten und was sie heute antreibt. Der Fokus liegt auf ehrlichen Gesprächen, persönlichen Erfahrungen und neuen Blickwinkeln auf das Leben.
Im Austausch mit Journalistin und Autorin Monika Goetsch spricht BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann darüber, was an unseren Schulen schief läuft. Welche Verantwortung haben Eltern? Warum sind echte Beziehungen wichtiger denn je? Wie muss Schule aussehen, damit Kinder in der Welt von morgen bestehen können? Was müsste sich in unserem Schulsystem verändern?
Schule in herausfordernden Zeiten
Digitalität, KI und weltweite Krisen scheinen heute in vielen Bereichen des Lebens zu dominieren. Was bedeutet das für die Bildung, das Lernen und die Schule? Das ist dann auch der Einstieg in ein Gespräch, das Sie auf vielen Podcast-Plattformen und auch auf Youtube “nachhören” können (siehe auch unten). “Also ich glaube, wir müssen schon genau hingucken, dass die reale Welt in der Schule bleibt und dass wir virtuelle Welten in die Schulen reinholen, diese nutzen und kritisch reflektieren, aber trotzdem Musik, Kunst und Sport machen”, beginnt Simone Fleischmann das Gespräch.
“Wir haben Kinder, die beim Gongschlag zusammenzucken, weil sie an die Sirenen bei sich zu Hause in einem Kriegsgebiet denken müssen. Wir haben Armut ohne Ende. Also wir müssen uns doch mit dem, was da in unserem Klassenzimmer sichtbar stattfindet, beschäftigen und zwar jetzt und können nicht festhalten an unserem Buch und uns verstecken hinter der Overheadfolie.”
Muss Schule heute mehr leisten?
"Schule ist ja ein Spiegel der Gesellschaft. Wir können ja nicht so tun, als wären wir in der Schule in einem Kosmos wo alles anders ist. Wir haben alle Entwicklungen da draußen live bei uns im Klassenzimmer. Und auch wir Lehrerinnen und Lehrer sind Menschen dieser Gesellschaft, also wir gehören auch dazu und deswegen bringen auch wir unser ganzes Leben mit ins Klassenzimmer.
Und auch die Kinder bringen alle ihre Gedanken und Sorgen mit in die Schule: Wenn es der Oma schlecht geht und was sie mit dem Papa diskutiert haben. Das gleiche gilt für das, was gerade in den Medien läuft. Das ist Thema beim Sitzkreis am Montag in der Früh in der Schule. Wenn Kinder globale Krisen im Fernsehen mitbekommen, dann haben sie die Gedanken auch in der Schule dabei. Und wenn Kinder zu Hause in Armut leben, dann ist auch die Armut bei uns in der Schule.
Also, das heißt, du hast als Lehrerin alle Themen jeden Tag live da durch die 26 Kinder, die da sind, aber auch durch dich selbst. Insofern haben wir mehr Herausforderungen in dem Sinn, dass wir da immer mitmachen und mitdenken müssen und die Welt dreht sich ein bisschen schneller zurzeit und es ist ein bisschen mehr los als eine kleine Minikrise irgendwo, denn wir sind sozusagen in einem Dschungel der Krisen und deswegen haben wir mehr Herausforderungen, weil die Welt sich schneller und vielfältiger dreht…"
Das ganze, spannende und intensive Gespräch finden Sie auf allen gängingen Podcast-Plattformen und Sie können es sich hier direkt bei Youtube ansehen.