Credits: Jasmin Marte // Journalismus macht Schule
Credits: Jasmin Marte // Journalismus macht Schule
Nachrichtenkompetenz mit „Journalismus macht Schule“
Kompetenzorientierung Medienkompetenz Wertebildung Politische Bildung

Wer bestimmt, welche Nachrichten junge Menschen erreichen?

Wie verändern sich Journalismus und Mediennutzung, wenn Algorithmen und Content Creator:innen zunehmend bestimmen, welche Informationen junge Menschen erreichen? Darüber diskutierten mehr als 140 Expert:innen bei der Jahrestagung Nachrichtenkompetenz 2026 von „Journalismus macht Schule“.

Bei der fünften Jahrestagung Nachrichtenkompetenz der Initiative „Journalismus macht Schule“ (JmS) standen das Zusammenspiel von Journalismus und Content-Erstellung, der Einfluss großer digitaler Plattformen auf die Verbreitung von Informationen sowie die Herausforderungen für die schulische Bildung im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Challenge accepted: Nachrichtenkompetenz zwischen Redaktionen, Creator:innen und Bildung“ kamen Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Medien, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zusammen. Simone Fleischmann, Präsidentin des BLLV, ist Mitglied im Kuratorium des Vereins „Journalismus macht Schule“ beteiligte sich bei der Tagung Teil an der Expertenrunde. 

Medien- und Nachrichtenkompetenz als Voraussetzung für reflektierte Mediennutzung

Diskutiert wurde unter anderem über folgende Fragen: Welche Kompetenzen benötigen junge Menschen, um sich in der heutigen Informationswelt selbstbestimmt zu orientieren? Wie können Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen und gleichzeitig selbst kompetent mit digitalen Nachrichten umgehen?

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann stellt klar: „Schule muss Kinder und Jugendliche dabei begleiten, einen kritisch-reflektierten und bewussten Umgang mit digitalen Medien zu erlernen. Das Ziel muss sein, Schülerinnen und Schüler von heute auf die Welt von morgen vorzubereiten. Wir Lehrerinnen und Lehrer können das, aber auch wir müssen am Ball bleiben und die Zusammenhänge verstehen.“

Auch Anna Stolz, Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, MdL, war vor Ort und betonte, wie wichtig es sei, dass junge Menschen bei der täglichen Flut an Informationen Fakten von Meinungen und gezielter Desinformation unterscheiden können.

Medienerziehung im BLLV

Der BLLV sieht den Erwerb von Medienkompetenz als Querschnittsaufgabe und Fundament demokratischer Bildung. Die Fähigkeiten dafür können nicht nebenbei erworben werden, sie ist zentrale Bildungsaufgabe. Demnach beginnt die notwendige Medienerziehung bereits in der Grundschule und zieht sich durch alle Schularten und Jahrgangsstufen. Schule muss Kinder stark machen gegen Desinformation, Radikalisierung, Überforderung und Abhängigkeit.

>> BLLV-Positionspapier „Lernen im Zeitalter der Digitalität“

Die Jahrestagung fand zum zweiten Mal in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) statt und wurde von der FAZIT-STIFTUNG und der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) gefördert.

>> Zur Pressemitteilung von „Journalismus macht Schule“
 


Über den Verein „Journalismus macht Schule“

Die bundesweite Initiative „Journalismus macht Schule“ macht sich stark für Medienbildung und die Vermittlung von Nachrichten- und Informationskompetenz an Schülerinnen und Schüler. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lehrkräfte mit Tipps, Tools und praktischen Impulsen dabei zu unterstützen. Kinder und Jugendliche sollen dazu befähigt werden, sich möglichst umfassend, ausgewogen und faktenbasiert über das Zeitgeschehen zu informieren. „Journalismus macht Schule“ ist ein Zusammenschluss aus Vertreter:innen aus Medien, Bildung, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu einem bundesweiten Netzwerk.