Wir haben kein Erkenntnisproblem. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff für die Zukunft unseres Landes. Der Nationale Bildungsbericht 2026 muss ein Weckruf und gleichzeitig ein Auftrag an die Politik für nachhaltige Verbesserungen sein. Denn die Probleme werden größer und das Bildungssystem kommt kaum voran. Auch in Bayern gibt es großen Aufholbedarf.
Erneut wird bestätigt, was wir seit Jahren wissen:
- Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler nehmen weiter ab
- Besonders betroffen sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien
- Die Bildungsschere wächst weiter
- Der Fachkräftemangel verstärkt sich deutlich
Die Befunde sind nicht überraschend und machen vielmehr deutlich, dass die bekannten Herausforderungen endlich entschlossen angegangen werden müssen.
Solange vielerorts nicht genügend ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stehen und Ressourcen für individuelle Förderung fehlen, werden wir die grundlegenden Probleme nicht lösen. Die Bildungsqualität wird weiterhin leiden.
Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Wer die Situation nachhaltig verbessern will, muss bereits in der frühkindlichen Bildung ansetzen: mit ausreichenden Fachkräften, guten Rahmenbedingungen und einer verlässlichen Förderung von Anfang an.
Wir brauchen:
- Mehr Bildungsgerechtigkeit
- Bessere Unterstützung für benachteiligte Kinder
- Mehr Investitionen in Kitas und Grundschulen für frühe Förderung
- Nachhaltige Reformen in der Bildungspolitik
Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten an der Belastungsgrenze und können aufgrund mangelnder Rahmenbedingungen dennoch nicht jedem Kind gerecht werden. Die Erkenntnisse liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es den politischen Willen, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungsqualität umzusetzen und zwar entlang der gesamten Bildungskette.