Herausragende Schulen – weitere Gewinner
Neben der Gewinnerschule des Hauptpreises, die ein Preisgeld von 100.000 Euro erhält, wurden in diesem Jahr fünf weitere Preise in Höhe von je 30.000 Euro vergeben: an die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen (Baden-Württemberg), das Georg-Christoph-Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel (Hessen), die Hans-Leipelt-Schule Donauwörth (s.o., Bayern), die Oberschule Berenbostel in Garbsen (Niedersachsen) und die Staatliche Grundschule Tannroda in Bad Berka (Thüringen).
Die Jury vergab in diesem Jahr außerdem zusätzlich erstmals einen Preis für gesellschaftlichen Zusammenhalt an die Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Damit wird der besonders vorbildliche Umgang der Schule mit Diversität, ihre konsequente Öffnung in den Sozialraum sowie ihr erfolgreiches Engagement für mehr Bildungsgerechtigkeit gewürdigt.
Eine Würdigung aller Lehrerinnen und Lehrer durch Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz lobte in seiner Rede ganz besonders die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland. Sie seien die wichtigste Berufsgruppe und leisteten „…wirklich Großartiges für unser Land.“ Auch die Leistung und die Anstrengungen der Schulen im Deutschen Schulpreis und aller Schulen in Deutschland hob er in seiner Rede besonders hervor. „Für die Bundesregierung, für mich als Bundeskanzler ist es eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe unserer Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass Kinder, Jugendliche und junge Menschen in diesem Land eine gute Ausbildung bekommen“, betonte er.
Insbesondere mit Blick auf die letzten PISA-Ergebnisse betonte Merz, diese seien ein Grund, um jetzt noch mehr zu tun, und zwar dafür, dass unsere Bildung in Deutschland besser wird. „Das zeigen wir auch heute mit einem solchen Tag“, betonte der Bundeskanzler.„Für uns, für die Bundesregierung, für mich als Bundeskanzler ist es eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe unserer Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass Kinder, Jugendliche und junge Menschen in diesem Land eine gute Ausbildung bekommen und für den Weg ihres Lebens vorbereitet werden. Deswegen bin ich heute hier“, ergänzte Merz.
Ein Plädoyer für Schulen als Garanten der Demokratie
Den aktuellen 55. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichtes, nahm Merz zum Anlass für eine Wertschätzung und ein Plädoyer der Schulen und der jungen Menschen als Träger und als Zukunft der Demokratie in Deutschland: „Es gibt etwas, das über mir steht als Bundeskanzler. Es ist das Recht, die Rechtsordnung, unsere freiheitliche, offene Gesellschaft, verteidigt und geschützt vom Bundesverfassungsgericht.“ Und er machte deutlich was ihm dabei wichtig ist: „Darum geht es: in einem offenen, freiheitlichen Land mit Toleranz zu leben, in einer Gesellschaft, die mit sich selbst im Reinen ist und die den jungen Menschen alle Chancen gibt, die die jungen Menschen verdienen.“
„Es sind die Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen, die die Demokratie in Deutschland tragen, lebendig machen und verteidigen. Die Jury hat hierfür einen extra Preis für gesellschaftlichen Zusammenhalt verliehen. Denn Schule ist nicht nur der Ort, wo die Kinder und Jugendlichen Lesen und Schreiben lernen. Sie ist auch der Ort, wo junge Menschen Selbstwirksamkeit lernen, wo sie soziales Miteinander erleben und einüben, wo sie lernen Konflikte zu bewältigen und wo sie Gemeinschaft gestalten und Toleranz üben“, so Simone Fleischmann in Ihrem Statement zum Deutschen Schulpreis 2026.
Mehr als „nur“ ein Schulpreis – ein lebendiges Netzwerk
Seit 2006 verleiht die Robert Bosch Stiftung GmbH gemeinsam mit der Heidehof Stiftung den Deutschen Schulpreis. Er ist die renommierteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Auszeichnung für gute Schulen in Deutschland. Seit Beginn des Programms haben sich mehr als 2.600 Schulen um die Auszeichnung beworben.
Der deutsche Schulpreis ist aber nicht nur die renommierteste Auszeichnung für gute Schulen in Deutschland. Er ist viel mehr: eine Plattform für die Entwicklung neuer und exzellenter schulischer Konzepte. Im Forum des Deutschen Schulpreises können alle Bewerberschulen im Rahmen eines 15-monatigen Programms ein selbst gewähltes Unterrichtsentwicklungsvorhaben vorantreiben. Dafür stellen die Verantwortlichen Beratungs-, Vernetzungs- und Begegnungsangebote sowie ein digitales Workshop-Programm zur Verfügung. Viele der späteren Gewinnerschulen sind deshalb schon vor der Preisverleihung im Forum aktiv, arbeiten an ihren Konzepten und lernen voneinander. Und auch nach der Preisverleihung arbeiten die Preisträger in einem stetig wachsenden Netzwerk zusammen.
„Der Idee und dem Unterstützungsangebot für die Schulen liegt der Gedanke zugrunde, allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen durch qualitativ gute Bildung zu ermöglichen. Dieses Engagement für Bildungsgerechtigkeit und für Bildungsqualität durch Austausch, Input und gemeinsames Lernen ist das Besondere am Deutschen Schulpreis.