„Vor jeder Form von Gewalt zu schützen, ist unser aller Auftrag. Eine klare Ansage von Bayerns Schulministerin Anna Stolz. Wie es aber ist, wenn dieser Auftrag nicht erfüllt wird, wenn Gewalt einzieht? Das hat der 12-jährige Eren aus Memmingen erlebt. Er wurde von Mitschülern gequält, genötigt, gemobbt. Krasser Fall, aber nicht der einzige. Grob gerundet gibt es an jedem Schultag in Bayern 15 Fälle.” So beginnt der Bericht zum Thema Gewalt in der Sendung des BR-Politikmagazins Kontrovers vom 1. Juli 2026 (Beitrag ab Minute 09:45). Aufgegriffen wurde auch der Fall eines 13-jährigen Gymnasiasten, der nach Prügeln im Klassenzimmer stationär ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Was tun, gegen Gewalt an Schulen?
Anhand dieser beiden Beispiele macht der BR das thematische Feld auf: Hat die Gewalt an den Schulen zugenommen und in welchem Umfang? Muss anhand einer vermeintlich zunehmenden Zahl junger Intensivtäter das Alter der Strafmündigkeit gesenkt werden? Was müssen Politik und Schulen tun? Wieso haben die Lehrkräfte im Skilager nichts mitbekommen? Helfen Klagen gegen die Schule und was kann man dabei geltend machen?
Zumindest eines der betroffenen Kinder wird mit seinen Eltern gegen die Schule vor Gericht ziehen, damit – wie die Mutter betont – „nicht alle wieder zur Tagesordnung übergehen und so tun, als müsste man es hinnehmen, dass das eigene Kind in der Schule gequält wird.” So schildert es die Mutter. Simone Fleischmann hat jedes Verständnis für die Betroffenen: „Ich verstehe jede Mutter. Wir wollen doch alle das Beste für die Kinder. Und auch wir Lehrerinnen und Lehrer wollen das Beste für die Kinder. Die Mutter wird den Weg gehen. Es ist natürlich schlimm, wenn wir in einem Klageverfahren zusammen sind. Aber das ist ja auch ein schlimmer Vorfall und das Kind leidet.”