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Reaktion auf die Pressekonferenz der Kultusministerin Anna Stolz zum Schuljahresbeginn Startseite Topmeldung
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„Stabile Unterrichtsversorgung“: Schön wär’s!

Immer mehr Schüler:innen, immer komplexere Aufgaben und desaströse PISA-Ergebnisse. Doch statt mehr Lehrkräfte für starke Förderung gibt's in Bayern ein Stellenmoratorium und die Ministerin nennt die Unterrichtsversorgung "stabil". Da muss mehr gehen, sagt BLLV-Präsidentin Fleischmann und fordert ein Sondervermögen Bildung.

"Wir haben in Bayern die höchste Zahl von Schülerinnen und Schülern seit 15 Jahren und PISA sagt uns gerade, dass ein Drittel der Kinder die Mindeststandards im Lesen und Rechnen nicht erreicht. In den Naturwissenschaften ist es ein Viertel. Dann kann die Antwort doch bitte nicht nur eine „stabile Unterrichtsversorgung“ sein, von der die Kultusministerin jetzt zum Schuljahresbeginn spricht. Damit Jugendliche nicht blank in Richtung Arbeitswelt oder Studium gehen, muss jetzt was passieren! Wir müssen Kinder frühzeitig fördern und genau da unterstützen, wo sie Probleme haben. Dafür braucht es mehr professionelle Pädagoginnen und Pädagogen sowie Expertinnen und Experten in multiprofessionellen Teams. Die PISA-Gewinnerländer machen es vor.

Und was machen wir in Bayern? Ein Stellenmoratorium. Also keine zusätzlichen Lehrkräfte bei mehr Schülern mit akutem Förderbedarf. Da braucht’s schon Fantasie, um das „stabil“ zu nennen. Und es wird dem Anspruch, den wir haben müssen, und den auch die Staatsregierung selbst immer formuliert, einfach nicht gerecht.

Ich begrüße, was der Bundeskanzler sagt: Es braucht eine große Kraftanstrengung, um dieses Problem gemeinsam mit den Ländern zu lösen. Jawoll, da müssen wir hin. Denn die Lösungen sind ja bekannt: Auch die bayerische Kultusministerin hat frühkindliche Bildung und datengestützte Schulentwicklung als wichtige Handlungsfelder benannt, so wie es auch die wissenschaftliche Expertise belegt: Je früher Kinder unterstützt werden, desto besser gelingt es und wenn man genau hinschaut, was die Kinder in Freising brauchen und was die in Schweinfurt, dann kann man die richtigen Maßnahmen genau dafür setzen. Diese schön klingenden Programme mit Leben füllen müssen aber Profis – und die kosten Geld! Denn Geld heißt: Ich habe mehr Möglichkeiten, die Kinder individuell zu fördern, Lehrkräfte anzustellen, Stellen einzurichten. Damit wir alle gemeinsam diese Kraftanstrengung schaffen, die der Kanzler benennt, braucht es deshalb ein Sondervermögen für Bildung. Denn diese große Gemeinschaftsherausforderung muss in die Mitte der Gesellschaft.

Schließlich haben wir in Deutschland nichts anderes als das, was die Kinder an Bildung mitbringen – und das muss nicht nur stabil sein, sondern verdammt gut. Und da reicht nicht irgendeine Grundversorgung. Das ist die einzige Lösung nicht nur für Demokratieprobleme, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

PISA hat uns auf den Abstiegsplatz bei der Bildungsgerechtigkeit gesetzt, wird sind Drittletzter unter 91 Ländern, wenn es darum geht, Kindern aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen gute Bildung zu ermöglichen. Das können wir uns angesichts der Herausforderungen im Land nicht leisten. Wir verlieren Kinder, wir verlieren Menschen, wir verlieren Bildungsqualität. Dagegen braucht es JETZT die gemeinsame Kraftanstrengung. Damit wir nicht nur „stabil“, sondern stark und zukunftsfähig unterwegs sind, alle Kinder ihre Stärken optimal entwickeln können und Lehrkräfte sie dabei professionell und gesund unterstützen können."

<< Simone Fleischmann, BLLV-Präsidentin und stellvertretende dbb-Vorsitzende

Medienberichte

Bayerischer Rundfunk

Personalsorgen zum Schuljahresbeginn

In den TV-Nachrichten des BR stellt BLLV-Präsidentin Fleischmann klar, dass es eine Investition auf Bundesebene in die Bildung braucht, auch weil ansonsten die Schere der ungleichen Bildungschancen immer weiter aufgeht ... weiterlesen

Simone Fleischmann im Wortlaut im Bayerischen Fernsehen:

"Was müssen wir investieren? In die frühkindliche Bildung, in die Lehrkräftebildung, in die extremst gute Versorgung von den Kindern, die wir nicht kriegen! Es sind nämlich die Kinder aus Armutsverhältnissen, die Kinder aus sozioökonomisch schwachen Verhältnissen, die wir nicht kriegen. Die verlieren wir. Und da müssen wir investieren.“

München TV

PISA-Studie: Wie startet Bayern in das neue Schuljahr?

Zum Schuljahresbeginn nimmt München TV die Kritik von BLLV-Präsidentin am Stellenmoratorium angesichts Rekord-Schülerzahlen und schlechten PISA-Ergebnissen auf ... weiterlesen

Simone Fleischmann im Wortlaut bei München TV:

”Die jetzt 15-Jährigen, die bei Pisa gemessen wurden, haben zu einem Viertel die Mindeststandards nicht in Naturwissenschaft und zu einem Drittel nicht in Mathe und in Deutsch. Das heißt, die haben schon verloren. Diese Kinder gehen in die nächste berufliche Orientierung oder ins Studium und haben diese Kompetenzen nicht."

"Geld heißt, ich habe mehr Möglichkeiten, die Kinder zu fördern, Lehrkräfte anzustellen, Stellen zu schaffen. Und glauben Sie es allen Ernstes: In dieser Zeit haben wir hier in Bayern jetzt ein Stellenmoratorium. Mehr Kinder, mehr Herausforderungen, aber nicht mehr Lehrkräfte."


BR Online

Mehr Schüler, weniger Lehrer: Wie fit sind Bayerns Schulen?

BR24 berichtet zum Schulstart über die Folgen des Stellenmoratoriums und nimmt die Kritik von BLLV-Präsidentin Fleischmann auf, dass Anspruch und Wirklichkeit weit auseinandergehen, besonders in Sachen Bildungsgerechtigkeit ... weiterlesen

Simone Fleischmann bei BR24 online:

"Der BLLV hält die Darstellung des Ministeriums für verharmlosend. Präsidentin Simone Fleischmann verweist auf mehrere Probleme: 'Wir haben in Bayern die höchste Schülerzahl seit 15 Jahren. Wir haben die schlechtesten PISA-Ergebnisse, wir haben ein Stellenmoratorium. Wir kriegen nicht mehr Lehrer in die Schulen und sind insgesamt zu wenige. Da möchte mir mal einer sagen, was es heißt, eine stabile Unterrichtsversorgung zu haben, wie es die Ministerin formuliert. Das kann doch nicht das Ziel hier in Bayern sein.'”

"Viele Kolleginnen und Kollegen schafften ‘gerade das Pflichtprogramm’, Förderung komme zu kurz, so Fleischmann. Vor allem Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen würden nicht ausreichend erreicht. Der BLLV fordert deshalb ein Sondervermögen Bildung auf Bundesebene, ‘um Kinder zu fördern und den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht zu werden’, so Fleischmann."

news4teachers

„Stabil“ trotz Lehrermangel? BLLV widerspricht Kultusministerin zum Schulstart deutlich

Das Bildungsportal news4teachers nimmt die Kritik von BLLV-Präsidentin Fleischmann an der Darstellung der Lage an bayerischen Schulen zum Schuljahresbeginn auf ... weiterlesen

Simone Fleischmann im Wortlaut bei news4teachers:

„Wir haben in Bayern die höchste Zahl von Schülerinnen und Schülern seit 15 Jahren und PISA sagt uns gerade, dass ein Drittel der Kinder die Mindeststandards im Lesen und Rechnen nicht erreicht. In den Naturwissenschaften ist es ein Viertel. Dann kann die Antwort doch bitte nicht nur eine ‚stabile Unterrichtsversorgung‘ sein, von der die Kultusministerin jetzt zum Schuljahresbeginn spricht.“, erklärte Fleischmann. Kinder müssten frühzeitig und gezielt unterstützt werden. Dafür brauche es mehr professionelle Pädagoginnen und Pädagogen sowie Fachkräfte in multiprofessionellen Teams.

„Also keine zusätzlichen Lehrkräfte bei mehr Schülern mit akutem Förderbedarf. Da braucht’s schon Fantasie, um das ‚stabil‘ zu nennen. Und es wird dem Anspruch, den wir haben müssen, und den auch die Staatsregierung selbst immer formuliert, einfach nicht gerecht.“

“Fleischmann fordert über die bayerische Personalpolitik hinaus eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern. Sie begrüßte entsprechende Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz und verwies darauf, dass zentrale Handlungsfelder aus ihrer Sicht längst bekannt seien. Dazu gehörten insbesondere frühkindliche Bildung und eine datengestützte Schulentwicklung, mit der Fördermaßnahmen stärker auf die Bedürfnisse der jeweiligen Schülerinnen und Schüler ausgerichtet werden könnten.”

“Solche Konzepte seien allerdings nur umsetzbar, wenn dafür ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung stehe. „Diese schön klingenden Programme mit Leben füllen müssen aber Profis – und die kosten Geld! Denn Geld heißt: Ich habe mehr Möglichkeiten, die Kinder individuell zu fördern, Lehrkräfte anzustellen, Stellen einzurichten“, erklärte Fleischmann.”

“Der BLLV fordert deshalb ein Sondervermögen für Bildung. Die Probleme des Bildungssystems seien eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, argumentiert Fleischmann. Dabei verweist sie insbesondere auf die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft und fordert deutlich größere Anstrengungen für Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen.”

Münchner Merkur & Heimatzeitungen

Stresstest im Klassenzimmer

Der Münchner Merkur sieht die hohe Schülerzahlen und schlechte PISA-Ergebnisse in Verbindung mit dem bayerischen Stellenmoratorium ebenfalls kritisch und zitiert dazu BLLV-Präsidentin Fleischmann ... weiterlesen

Simone Fleischmann im Wortlaut im Münchner Merkur:

“Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kritisiert, dass eine „stabile Unterrichtsversorgung“ nicht die Antwort auf die hohen Schülerzahlen und das schlechte Pisa-Ergebnis sein könne. „Wir müssen Kinder frühzeitig fördern und genau da unterstützen, wo sie Probleme haben. Dafür braucht es mehr professionelle Pädagogen sowie Experten in multiprofessionellen Teams. Die PISA-Gewinnerländer machen es vor“, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.”

Süddeutsche Zeitung

Kultusministerin Anna Stolz: „Wir haben die Unterrichtsversorgung sichergestellt“

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über kritische Reaktionen auf die Darstellung von Kultusministerin Stolz zum Schuljahresbeginn und nimmt die Kritik des BLLV an "Klein-Klein" in der bayerischen Bildungspolitik auf ... weiterlesen


Informationen des Kultusministeriums zum neuen Schuljahr